Ein typischer Auftrag in Herford beginnt mit der kostenlosen Besichtigung und einer Materialprobe der Fassadenplatten, da sich Asbestzement optisch kaum von neueren Faserzementplatten unterscheidet. Fällt der Befund positiv aus, erstellen wir die objektbezogene Anzeige bei der Bezirksregierung Detmold, der für Herford zuständigen Arbeitsschutzbehörde. Erst danach beginnt der Ausbau. Die Platten lösen wir möglichst zerstörungsfrei vom Untergrund, handhaben sie staubarm und verpacken sie in zugelassenen Big-Bags. Anschließend erhalten Sie den Entsorgungsnachweis als gefährlicher Abfall (AVV 17 06 05*) für Ihre Unterlagen.
Herfords Bausubstanz prägt die Arbeit spürbar: In den Gründerzeitquartieren am Stiftberg und in der Innenstadt wurden Hofseiten und Anbauten oft mit Asbestzementschindeln verkleidet, während viele Nachkriegs- und Siedlungsbauten in Schwarzenmoor, Elverdissen und Herringhausen großformatige Fassadenplatten tragen. An den alten Gewerbe- und Fabrikarealen in Diebrock und entlang der Werre finden sich verkleidete Hallen und Nebengebäude. Wir stimmen die Demontage früh mit dem Gerüstbau ab, damit der Ausbau am Gerüst sicher und im Zeitplan abläuft.
Häufig ist der Plattenausbau der erste Schritt vor einer energetischen Fassadensanierung mit neuem Dämmsystem. Damit kein Verzug entsteht, koordinieren wir uns mit Ihrem Architekten oder dem ausführenden Fassadenbetrieb. Treffen wir hinter der Verkleidung zusätzlich Mineralfaserdämmung (KMF) an, ordnen wir diese klar der TRGS 521 zu - KMF ist kein Asbest, erfordert aber ebenfalls einen kontrollierten Ausbau. Auch alte teer- oder bitumenhaltige Kleber (PAK, TRGS 524 und 551) grenzen wir sauber ab, damit jede Schadstoffgruppe korrekt behandelt und getrennt entsorgt wird.
Häufige Fragen: Fassadenplatten ausbauen in Herford
Wie erkenne ich, ob meine Fassadenplatten in Herford Asbest enthalten?
Sicher nur über eine Materialanalyse. Asbestzementplatten wurden bis zum Totalverbot 1993 verbaut und sind mit bloßem Auge kaum von neueren Faserzementplatten zu unterscheiden. Bei vielen Herforder Nachkriegsbauten und Gründerzeit-Anbauten ist Asbest wahrscheinlich. Wir nehmen bei der Besichtigung eine Probe und lassen sie im Labor prüfen, bevor gearbeitet wird.
Müssen die Arbeiten in Herford einer Behörde gemeldet werden?
Ja. Bevor die Platten von der Fassade kommen, muss die objektbezogene Anzeige nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Detmold eingereicht sein. Das erledigen wir als beauftragter Fachbetrieb mit - inklusive der Nachweise, die Sie später für Ihre Unterlagen brauchen.
Kann der Plattenausbau direkt vor der neuen Fassade erfolgen?
In der Regel ja. Der Asbestausbau ist meist der erste Schritt vor der energetischen Sanierung. Wir stimmen Demontage und Gerüstnutzung mit Ihrem Fassadenbetrieb ab, gerade in den engen Quartieren der Herforder Innenstadt. So übergeben wir einen sauberen, freigemessenen Untergrund, auf dem das neue Dämmsystem ohne Verzug aufgebaut werden kann.