Innen- und Außenfensterbänke aus Asbestzement (umgangssprachlich oft "Eternit") wurden vor allem in Bauten der 1960er- bis 1980er-Jahre verbaut, weil das Material formstabil, witterungsbeständig und schwer entflammbar ist. Erkennbar sind die grauen, harten und vergleichsweise dünnen Platten meist an der charakteristischen Oberfläche; eine sichere Bestätigung liefert jedoch nur eine Materialanalyse. Solange die Fensterbank intakt verbaut ist, bindet die Zementmatrix die Fasern fest - kritisch wird es beim Ausbau, Bohren, Brechen oder Flexen, denn dabei werden lungengängige Asbestfasern freigesetzt.
Genau deshalb ist der Ausbau asbesthaltiger Fensterbänke kein Abbruch im klassischen Sinn, sondern eine genehmigungspflichtige Sanierungstätigkeit. Maßgeblich sind die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und die TRGS 519, die das Arbeiten mit Asbest, die erforderliche Sachkunde und die zulässigen Verfahren regeln. Schon das einfache "Heraushebeln" einer alten Fensterbank durch Laien ist riskant und nicht zulässig, sobald Asbest im Spiel ist.
Asbesta baut Ihre Fensterbänke als zertifizierter Fachbetrieb möglichst zerstörungsfrei und emissionsarm aus, fixiert offene Schnittkanten und Bruchstellen, verpackt den Bauschutt staubdicht und übergibt ihn der zugelassenen Deponie. Sie erhalten einen rechtsgültigen Entsorgungsnachweis sowie eine Schlussdokumentation - so ist die Maßnahme für Eigentümer, Hausverwaltung und Behörde lückenlos belegt.
Leistungsumfang
- Materialprüfung der Fensterbank (Probenahme und Laboranalyse zur Asbestbestätigung)
- Objektbezogene Anzeige der Arbeiten bei der zuständigen Bezirksregierung nach TRGS 519
- Staubarmer, möglichst zerstörungsfreier Ausbau der Innen- und Außenfensterbänke ohne Flexen oder Brechen
- Abdichten und Fixieren von Schnitt-, Bruch- und Auflagekanten zur Vermeidung von Faserfreisetzung
- Reinigung der Laibung und Fensterbankauflage sowie Vorbereitung für den Neueinbau
- Staubdichte Verpackung in zugelassene Big Bags bzw. Gewebesäcke und Transport zur Deponie
- Entsorgungsnachweis, bei Bedarf Freimessung nach VDI 3492 und Schlussdokumentation
So gehen wir vor
- 01
Besichtigung und Materialklärung
Wir besichtigen die Fensterbänke kostenfrei vor Ort, beurteilen Einbausituation und Zustand und sichern bei Verdacht eine Materialprobe zur Laboranalyse. Auf dieser Grundlage erhalten Sie einen transparenten Festpreis.
- 02
Anzeige und Schutzmaßnahmen
Vor Beginn zeigen wir die Arbeiten bei der Bezirksregierung an. Der Arbeitsbereich wird abgegrenzt, die Beschäftigten tragen die nach TRGS 519 vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung; bei höherer Faserfreisetzung schotten wir den Arbeitsbereich vollständig ab.
- 03
Emissionsarmer Ausbau
Die Fensterbänke werden möglichst im Ganzen gelöst statt zerschlagen, Bruch- und Schnittkanten vorab mit Restfaserbindemittel behandelt und Stäube direkt am Entstehungsort mit H-Klasse-Geräten abgesaugt.
- 04
Verpackung und Entsorgung
Das asbesthaltige Material wird staubdicht verpackt, gekennzeichnet und über einen zugelassenen Entsorgungsweg zur Deponie gebracht. Sie erhalten den Entsorgungsnachweis.
- 05
Reinigung und Abschluss
Wir reinigen den Bereich, kontrollieren auf Faserfreiheit und übergeben bei Bedarf eine Freimessung nach VDI 3492 sowie die Schlussdokumentation. Die Auflage ist danach bereit für die neue Fensterbank.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob meine Fensterbank Asbest enthält?
Verdächtig sind graue, harte, dünne Fensterbänke aus Asbestzement (oft als "Eternit" bezeichnet) aus den 1960er- bis 1980er-Jahren. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse - eine Beurteilung allein nach Optik reicht nicht aus. Wir nehmen die Probe bei der Besichtigung.
Darf ich eine asbesthaltige Fensterbank selbst ausbauen?
Nein. Sobald Asbest bestätigt ist, gelten Gefahrstoffverordnung und TRGS 519. Der Ausbau setzt Sachkunde, geeignete Verfahren und Schutzmaßnahmen voraus und muss vorab angezeigt werden. Eigenleistung ist hier nicht zulässig und gesundheitlich gefährlich.
Was kostet der Ausbau einer asbesthaltigen Fensterbank?
Die Kosten hängen von Anzahl, Größe, Einbausituation und Zugänglichkeit der Fensterbänke sowie von der Entsorgungsmenge ab. Nach der kostenfreien Besichtigung erhalten Sie einen transparenten Festpreis ohne versteckte Posten.
Wird beim Ausbau gebohrt oder geflext?
Wir vermeiden Flexen und Brechen, weil dabei besonders viele Fasern frei werden. Die Fensterbänke werden möglichst im Ganzen gelöst, Kanten vorab gebunden und Stäube am Entstehungsort abgesaugt - das hält die Faserfreisetzung gering.
Wie wird das Material entsorgt und was bekomme ich als Nachweis?
Das asbesthaltige Material wird staubdicht verpackt, gekennzeichnet und auf einer zugelassenen Deponie entsorgt. Sie erhalten einen rechtsgültigen Entsorgungsnachweis und auf Wunsch eine Freimessung nach VDI 3492 sowie die Schlussdokumentation.