Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen bei der unvollständigen Verbrennung organischer Stoffe und gelangten über Jahrzehnte vor allem als Steinkohlenteer in Bauprodukte. Typisch sind schwarze, teerartige Klebstoffe unter altem Parkett und Holzpflaster, teerhaltige Dachpappen und Bitumenbahnen, alte Korkdämmungen sowie Teerkork und bestimmte Fugenmassen. Der maßgebliche Leitschadstoff ist Benzo[a]pyren (BaP), der als krebserzeugend gilt und über Staub und Ausgasung in die Raumluft gelangen kann.
Die Gefahr von PAK liegt weniger in der Faser als beim Asbest, sondern in der Freisetzung gesundheitsschädlicher, teils krebserzeugender Verbindungen beim Anschleifen, Aufstemmen oder thermischen Bearbeiten der belasteten Materialien. Deshalb sind bei der Sanierung staubmindernde, emissionsarme Verfahren und konsequenter Arbeitsschutz erforderlich. Rechtliche Grundlage ist die Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit der TRGS 524 (Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen) und der TRGS 551 für teer- und pechhaltige Stoffe; für die Bewertung und Entsorgung sind die LAGA-Vorgaben und die Abfallklassifizierung nach Abfallverzeichnis-Verordnung relevant.
Asbesta plant jede PAK-Sanierung objektbezogen: Wir klären zunächst durch Materialproben und Laboranalyse, ob und in welcher Konzentration PAK vorliegen, definieren daraus die Schutzmaßnahmen und das passende Ausbauverfahren und dokumentieren Ausbau, Entsorgung und Freigabe nachvollziehbar. So erhalten private Bauherren, Hausverwaltungen, Industrie und öffentliche Auftraggeber ein Ergebnis, das gesundheitlich unbedenklich und rechtlich abgesichert ist.
Leistungsumfang
- Materialprobenahme von verdächtigen Klebstoffen, Dachbahnen und Estrichaufbauten mit Laboranalyse auf den PAK-Gehalt (Leitparameter Benzo[a]pyren)
- Gefährdungsbeurteilung und Festlegung der Schutzmaßnahmen nach GefStoffV, TRGS 524 und TRGS 551 vor Arbeitsbeginn
- Staubarmer, emissionsarmer Ausbau teerhaltiger Parkett- und Holzpflasterkleber, Teerkork-Dämmungen und teerhaltiger Dachpappen
- Einsatz abgesaugter Maschinen und Abschottung belasteter Bereiche
- Sortenreine Verpackung, Deklaration und Entsorgung des PAK-belasteten Materials über zugelassene Entsorgungswege mit Entsorgungsnachweis
- Reinigung der Bereiche und auf Wunsch Kontroll- bzw. Raumluftmessung zur Bestätigung der Sanierung
- Schlussdokumentation mit Laborbefunden, Entsorgungsbelegen und Freigabeprotokoll
So gehen wir vor
- 01
Besichtigung und Probenahme
Wir besichtigen das Objekt kostenfrei, erfassen die verdächtigen Bauteile und entnehmen Materialproben. Die Laboranalyse weist Art und Höhe der PAK-Belastung nach und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte.
- 02
Gefährdungsbeurteilung und Festpreis
Auf Basis der Befunde erstellen wir eine Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV und TRGS 524/551, legen Verfahren und Schutzmaßnahmen fest und kalkulieren einen transparenten Festpreis ohne versteckte Kosten.
- 03
Vorbereitung und Abschottung
Wir richten den Arbeitsbereich ein, schützen angrenzende Flächen, sorgen für Abschottung und stellen die persönliche Schutzausrüstung sowie staubmindernde Technik bereit.
- 04
Ausbau und Entsorgung
Die teerhaltigen Klebstoffe, Beläge oder Dachbahnen werden emissionsarm entfernt, sortenrein verpackt und über zugelassene Entsorger entsorgt. Jeder Schritt wird mit Entsorgungsnachweis dokumentiert.
- 05
Reinigung, Kontrolle und Dokumentation
Nach der Feinreinigung kontrollieren wir das Ergebnis, führen bei Bedarf eine Raumluftmessung durch und übergeben eine Schlussdokumentation mit Laborbefunden, Entsorgungsbelegen und Freigabe.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass ein PAK-Verdacht besteht?
Typische Hinweise sind schwarze, teerartig riechende Klebstoffreste unter altem Parkett oder Holzpflaster, alte schwarze Dachpappen und Bitumenbahnen sowie Teerkork-Dämmungen, meist aus Gebäuden vor etwa 1980. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse, die wir für Sie durchführen.
Ist eine PAK-Sanierung gesetzlich vorgeschrieben?
Sobald bei Bau-, Abbruch- oder Renovierungsarbeiten mit PAK-haltigen Materialien umgegangen wird, greifen die Gefahrstoffverordnung und die TRGS 524 sowie TRGS 551. Sie verpflichten zu einer Gefährdungsbeurteilung, zu Schutzmaßnahmen und zu einer ordnungsgemäßen Entsorgung über zugelassene Wege.
Was kostet eine PAK-Sanierung?
Die Kosten hängen von Material, Fläche, Belastungshöhe und Zugänglichkeit ab, etwa beim Entfernen teerhaltiger Parkettkleber oder Dachbahnen. Nach kostenfreier Besichtigung und Probenahme erhalten Sie von uns einen transparenten Festpreis. Erfundene Pauschalpreise nennen wir bewusst nicht.
Wie wird das belastete Material entsorgt?
PAK-belastete Abfälle werden je nach Befund klassifiziert, sortenrein verpackt und über zugelassene Entsorgungsanlagen entsorgt. Sie erhalten von uns einen lückenlosen Entsorgungsnachweis als Teil der Schlussdokumentation.
Wie lange dauert eine PAK-Sanierung?
Die Dauer richtet sich nach Umfang und Verfahren. Kleinere Flächen wie ein einzelner Raum mit Teerkleber sind oft in wenigen Tagen erledigt, größere Objekte entsprechend länger. Einen konkreten Zeitrahmen nennen wir nach der Besichtigung verbindlich.