Datteln war über Jahrzehnte vom Steinkohlenbergbau geprägt – die Zeche Emscher-Lippe und die zugehörige Kokerei lieferten Steinkohlenteer, aus dem die belasteten Materialien stammen, die wir heute antreffen. In den Zechen- und Arbeitersiedlungen rund um Meckinghoven und Horneburg sowie im Nachkriegs-Wohnbau der Stadtmitte stoßen wir bei Sanierungen häufig auf schwarzen, teerartig riechenden Parkettkleber unter altem Holzpflaster oder Stabparkett. Die teils niedrigen Decken und schmalen Treppenhäuser dieser Siedlungsbauten verlangen eine sorgfältige Abschottung, damit teerhaltiger Staub nicht in bewohnte Bereiche gelangt. Vor Beginn jeder Maßnahme entnehmen wir deshalb eine Materialprobe und lassen sie im Labor auf PAK und den Leitparameter Benzo[a]pyren untersuchen, bevor überhaupt gearbeitet wird. Erst auf Basis des Ergebnisses planen wir den emissionsarmen Ausbau – nicht nach Vermutung. So ist von vornherein klar, ob und in welchem Umfang eine PAK-Sanierung nach TRGS 524 und TRGS 551 erforderlich ist.
Datteln ist als größter Kanalknotenpunkt Europas am Schnittpunkt von Dortmund-Ems-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal und Wesel-Datteln-Kanal geprägt, dazu kommen Gewerbe-, Hafen- und Kraftwerksstandorte rund um Datteln 4. In solchen Industrie- und Hallenbeständen sowie in den Geschossbauten der Stadtmitte finden sich PAK vor allem in teerhaltigen Dachpappen, Bitumenabdichtungen und gelegentlich in Teerkork-Dämmungen aus der Bauphase bis etwa 1980. Bei Flachdächern und Kellerabdichtungen ist die fachgerechte, emissionsarme Entfernung entscheidend, weil thermisches oder mechanisches Bearbeiten die krebserzeugenden Verbindungen freisetzt. Wir arbeiten dabei mit abgesaugten Maschinen, schotten den Arbeitsbereich ab und halten ihn bei Bedarf unter Unterdruck, damit keine belasteten Stäube in angrenzende Bereiche gelangen. Die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 551 (teer- und pechhaltige Stoffe) sind für uns verbindlich. Anders als bei Asbest greift hier nicht die TRGS 519 – PAK sind keine Fasern, sondern teerhaltige Verbindungen, was Schutz- und Entsorgungswege bestimmt. Die Entsorgung erfolgt sortenrein nach LAGA und AVV mit lückenlosem Nachweis.
Neben der dicht bebauten Stadtmitte reicht das Spektrum in Datteln bis in die ländlich geprägten Ortsteile Ahsen, Hagem und Pelkum mit Höfen, Scheunen und Nebengebäuden, dazu Lagen wie Markfeld, Klostern, Bockum und Natrop. Gerade auf landwirtschaftlichen Anwesen treffen wir auf teerhaltige Abdichtungen an Dächern und Fundamenten oder auf alte Teerkork-Dämmungen, die bei Sanierung oder Abriss korrekt behandelt werden müssen – nicht selten in Kombination mit Welleternit-Dächern, die wiederum Asbest enthalten können und dann getrennt nach TRGS 519 zu behandeln sind. Da unser Firmensitz am Venusweg 24 in Marl als direkte Nachbarstadt nur etwa 7 km bzw. 12 Minuten entfernt liegt, sind die Wege nach Datteln sehr kurz und eine kurzfristige Begehung ist meist schnell umsetzbar. Für gewerbliche Asbestarbeiten in der Region wäre die Bezirksregierung Münster die zuständige Arbeitsschutzbehörde – PAK-Arbeiten selbst sind nicht nach TRGS 519 anzeigepflichtig, unterliegen aber denselben hohen Sorgfaltsanforderungen. Wir beraten Sie ehrlich, welche Schritte tatsächlich notwendig sind, und verzichten auf unnötige Maßnahmen. Asbesta ist überregional in NRW tätig, in Datteln profitieren Sie aber vom Heimvorteil der direkten Nähe.
Häufige Fragen: PAK-Sanierung in Datteln
Woran erkenne ich PAK-belastete Materialien in einem Dattelner Haus aus der Bergbauzeit?
Typisch sind schwarze, teerartig riechende Klebstoffe, die in den Zechen- und Arbeitersiedlungen rund um Meckinghoven und Horneburg oder im Nachkriegs-Wohnbau der Stadtmitte unter altem Parkett oder Holzpflaster sitzen. Auch teerhaltige Dachpappen, Bitumenbahnen und Teerkork-Dämmungen aus der Zeit vor etwa 1980 sind verdächtig, ebenso teerhaltige Abdichtungen an Scheunen und Höfen in Ahsen, Hagem oder Pelkum. Eine sichere Klärung bringt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse auf PAK und den Leitparameter Benzo[a]pyren. Wir entnehmen diese Probe für Sie staubarm und besprechen das Ergebnis, bevor irgendetwas bearbeitet wird. So vermeiden Sie, dass beim Renovieren unbemerkt krebserzeugende Stoffe freigesetzt werden.
Brauche ich für eine PAK-Sanierung in Datteln eine Anzeige bei der Bezirksregierung Münster wie bei Asbest?
Nein. Die Anzeigepflicht bei der Bezirksregierung Münster nach TRGS 519 betrifft Asbestarbeiten – und PAK ist kein Asbest. PAK sind nicht faserförmig, sondern teerhaltige, krebserzeugende Verbindungen, für die die GefStoffV in Verbindung mit TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 551 (teer- und pechhaltige Stoffe) gilt. Diese Regelwerke schreiben emissionsarmes Arbeiten, Abschottung und sortenreine Entsorgung nach LAGA und AVV vor – auch ohne formale Anzeigepflicht setzen wir das konsequent um. Welche Schutz- und Dokumentationspflichten konkret für Ihr Gebäude gelten, hängt von Material, Menge und Bearbeitungsart ab. Bei kombinierten Befunden – etwa einem teerhaltigen Kleber unter einem Welleternit-Dach in Ahsen – klären wir beide Rechtsrahmen sauber ab.
Wie schnell ist Asbesta von Marl aus in Datteln vor Ort?
Unser Firmensitz liegt am Venusweg 24 in Marl, der direkten Nachbarstadt von Datteln – die Anfahrt beträgt nur rund 7 km bzw. etwa 12 Minuten. Dadurch sind kurzfristige Ortstermine zur Probenahme und Begutachtung gut planbar, ob in der Stadtmitte, in Meckinghoven und Horneburg oder in den ländlichen Ortsteilen Ahsen, Hagem und Pelkum. Bei der Begehung beurteilen wir den Verdachtsbereich, entnehmen bei Bedarf eine Materialprobe und besprechen das weitere Vorgehen. Nach der Laboranalyse stimmen wir Abschottung, emissionsarmen Ausbau und Entsorgung mit Ihnen ab. Asbesta ist überregional in NRW tätig, in Datteln profitieren Sie aber von der unmittelbaren Nähe – vereinbaren Sie einfach telefonisch unter +49 2365 2960630 einen Termin.