Recklinghausen war über Generationen ein Zentrum des Steinkohlenbergbaus, und genau das prägt das PAK-Risiko in der Bausubstanz: Die Zechen König Ludwig, General Blumenthal und Recklinghausen II mit ihren Kokereien lieferten den Steinkohlenteer, aus dem teerhaltige Bauprodukte hergestellt wurden. Besonders in den ausgedehnten Zechen- und Arbeitersiedlungen im Süden – etwa in Hochlarmark mit der bekannten Dreieckssiedlung in Bruch sowie rund um König Ludwig – stoßen Eigentümer beim Entfernen alter Bodenbeläge regelmäßig auf schwarzen, teerartig riechenden Parkettkleber unter Holzpflaster oder Stabparkett. Die kleinteiligen Backstein-Reihenhäuser dieser Kolonien mit schmalen Treppenhäusern und niedrigen Decken erfordern eine sorgfältige Abschottung, damit teerhaltiger Staub nicht in bewohnte Bereiche gelangt. Der Leitparameter Benzo[a]pyren ist krebserzeugend und wird vor allem beim Anschleifen, Aufstemmen oder thermischen Bearbeiten als Staub oder Ausgasung freigesetzt. Deshalb entnehmen wir vor jeder Maßnahme eine Materialprobe und lassen sie im Labor auf PAK untersuchen, bevor überhaupt gearbeitet wird. Erst der Befund entscheidet über Umfang und Vorgehen – nicht eine Vermutung.
In der gut erhaltenen Altstadt und den angrenzenden gründerzeitlichen Quartieren prägen Mehrfamilienhäuser und Geschäftsbauten aus der Zeit um 1900 das Bild, dazu Verwaltungs- und Zweckbauten der Festspielstadt rund um die Ruhrfestspiele. In solchen Beständen finden sich teerhaltige Parkettkleber unter späteren Bodenbelägen ebenso wie teerhaltige Dach- und Bauwerksabdichtungen, teils auch in Kellern und auf Flachdächern. Bei erhaltenswerter oder denkmalgeschützter Substanz arbeiten wir bewusst zurückhaltend und bauteilschonend, sodass nur das belastete Material entfernt wird und die historische Substanz erhalten bleibt. Wir setzen abgesaugte Maschinen ein, schotten den Arbeitsbereich ab und halten ihn bei Bedarf unter Unterdruck, damit keine belasteten Stäube in angrenzende Räume oder Wohnungen verschleppt werden. Verbindlich sind dabei die Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 551 (teer- und pechhaltige Stoffe). Die Entsorgung erfolgt sortenrein nach LAGA und AVV mit lückenlosem Nachweis, sodass jederzeit nachvollziehbar bleibt, welches Material wohin verbracht wurde.
Neben Altstadt und Süden reicht das Spektrum vom Nachkriegs-Geschosswohnungsbau in Hillerheide und im Stadtbezirk Ost über Wohnquartiere in Suderwich, Röllinghausen und Stuckenbusch bis zu den eher ländlich geprägten Lagen in Speckhorn und Bockholt. In den verdichteten Wohnbauten der 1950er- bis 1970er-Jahre treffen wir PAK vor allem in teerhaltigen Dachpappen, Bitumenabdichtungen und gelegentlich in Teerkork-Dämmungen an, während in Höfen und Nebengebäuden der Randlagen alte Teerabdichtungen an Dächern und Fundamenten auftauchen. Für Eigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen und Gewerbebetriebe dokumentieren wir jeden Schritt nachvollziehbar – von der Probenahme bis zum Entsorgungsnachweis. Bitte beachten Sie die rechtliche Abgrenzung: Eine Anzeige bei der Arbeitsschutzbehörde – für Recklinghausen ist das die Bezirksregierung Münster – ist nach TRGS 519 nur für Asbestarbeiten vorgesehen; reine PAK-Arbeiten sind danach nicht anzeigepflichtig, unterliegen aber denselben hohen Sorgfaltsanforderungen. Da Recklinghausen die Kreisstadt unseres eigenen Kreises und direkte Nachbarstadt von Marl ist, sind kurzfristige Ortstermine in der Regel schnell umsetzbar. Asbesta ist überregional in NRW tätig, in Recklinghausen profitieren Sie aber vom Heimvorteil der unmittelbaren Nähe.
Häufige Fragen: PAK-Sanierung in Recklinghausen
Woran erkenne ich PAK in einem Arbeiterhaus in Hochlarmark oder König Ludwig?
Typisch sind schwarze, teerartig glänzende und oft deutlich riechende Klebstoffe, die in den Backstein-Reihenhäusern der Zechensiedlungen im Süden Recklinghausens – etwa in Hochlarmark, der Dreieckssiedlung in Bruch oder rund um König Ludwig – unter altem Parkett oder Holzpflaster sitzen. Auch teerhaltige Dachpappen, Bitumenbahnen und Teerkork-Dämmungen aus der Zeit vor etwa 1980 sind verdächtig. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse, bei der der Leitparameter Benzo[a]pyren bestimmt wird. Reißen Sie verdächtige Schichten nicht selbst auf, denn beim Anschleifen oder Aufstemmen werden die krebserzeugenden Verbindungen über Staub freigesetzt. Wir entnehmen die Probe fachgerecht und besprechen das Ergebnis, bevor irgendetwas bearbeitet wird.
Muss eine PAK-Sanierung in Recklinghausen bei der Bezirksregierung Münster angezeigt werden?
Nein. Die Anzeigepflicht bei der Bezirksregierung Münster nach TRGS 519 betrifft ausschließlich Asbestarbeiten – und PAK ist kein Asbest, sondern eine teerhaltige, nicht faserförmige Verbindung. PAK-Arbeiten richten sich nach der Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 551 (teer- und pechhaltige Stoffe), mit Gefährdungsbeurteilung, emissionsarmem Arbeiten und sortenreiner Entsorgung nach LAGA/AVV. Eine TRGS-519-Anzeige ist für reine PAK-Sanierungen also nicht einschlägig. Wird im selben Bauteil zusätzlich Asbest festgestellt – etwa in altem Bodenbelag oder Dachabdichtung –, käme die Anzeige bei der Bezirksregierung Münster ins Spiel. Diese Abgrenzung klären wir vor Beginn der Arbeiten sauber ab.
Wie schnell ist Asbesta von Marl aus in Recklinghausen vor Ort?
Unser Firmensitz liegt am Venusweg 24 in Marl, der direkten Nachbarstadt von Recklinghausen – die Anfahrt beträgt nur rund 8 km bzw. etwa 15 Minuten, und Recklinghausen ist zugleich die Kreisstadt unseres eigenen Kreises. Dadurch lassen sich kurzfristige Ortstermine zur Probenahme und Begutachtung gut einrichten, ob in der Altstadt, in Hillerheide, Suderwich oder in den Siedlungen im Süden. Nach der Laboranalyse stimmen wir Abschottung, emissionsarmen Ausbau und Entsorgung mit Ihnen ab. Asbesta ist überregional in NRW tätig, doch gerade in Recklinghausen profitieren Sie von der unmittelbaren Nähe. Vereinbaren Sie einfach telefonisch unter +49 2365 2960630 einen Termin.