Der Ausbau asbesthaltiger Fassadenplatten ist in Recklinghausen eine anzeigepflichtige Asbestsanierung, die wir vor Beginn bei der Bezirksregierung Münster als zuständiger Arbeitsschutzbehörde anmelden - Recklinghausen gehört als Kreisstadt zum Kreis Recklinghausen und damit zum Regierungsbezirk Münster. Diese Zuständigkeit kennen wir aus dem Tagesgeschäft genau, denn der Kreis Recklinghausen ist unser eigener Kreis, und Marl ist die direkte Nachbarstadt. Die Anzeige nach TRGS 519 reichen wir objektbezogen und fristgerecht ein, inklusive Arbeits- und Sicherheitsplan, sodass Sie als Eigentümer, Hausverwaltung oder Gewerbebetrieb keinen Behördenweg selbst gehen müssen. Beim eigentlichen Ausbau verzichten wir bewusst auf Flexen oder Trockenbearbeitung: Wir feuchten die Platten an, lösen die Befestigungen und nehmen die Tafeln möglichst als Ganzes von der Unterkonstruktion ab, statt sie zu brechen. Das demontierte Material verpacken wir sofort in dicht verschlossene Big Bags und entsorgen es als gefährlichen Abfall unter dem Abfallschlüssel AVV 17 06 05* über eine zugelassene Deponie; den Entsorgungsnachweis erhalten Sie als lückenlose Dokumentation.
Wo in Recklinghausen Asbest-Fassadenplatten sitzen, lässt sich an der vom Bergbau geprägten Bausubstanz gut ablesen. In den ausgedehnten Zechen- und Arbeitersiedlungen im Süden - der Dreieckssiedlung in Hochlarmark, den Kolonien rund um König Ludwig und im Bruch - wurden Giebel und Wetterseiten von Reihen- und Doppelhäusern in den 1960er- bis frühen 1990er-Jahren häufig mit grau oder farbig beschichteten Asbestzementplatten nachgerüstet, um Schlagregen abzuhalten. Auch an Nebengebäuden, Schuppen und Garagen dieser Siedlungen in Hochlarmark, Röllinghausen und Suderwich treffen wir solche vorgehängten Platten regelmäßig an. Im Nachkriegs-Geschosswohnungsbau von Hillerheide und im Stadtteil Ost wurden zudem ganze Fassadenflächen und Brüstungsbänder von Mehrfamilienhäusern mit Asbestzement bekleidet - hier geht es selten um eine einzelne Platte, sondern um großflächige vorgehängte Fassaden, die nur mit Gerüst und abgesperrtem Arbeitsbereich sicher zurückgebaut werden. Solche Maßnahmen stimmen wir mit Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen ab und führen sie so aus, dass die darunterliegenden Wohnungen bewohnt bleiben.
An der gut erhaltenen Altstadt mit ihrem gründerzeitlichen Bestand sitzt der Asbest meist nicht in der Originalsubstanz, sondern in späteren Eingriffen: nachträglich verkleidete Hofseiten, Anbauten und Nebengebäude aus Modernisierungsphasen tragen häufig Faserzementplatten, während die historischen Fassaden zur Festspielstadt hin asbestfrei sind. Wer also nicht nur auf das Baujahr des Hauses, sondern auf das Jahr der jeweiligen Fassadenarbeit schaut, kommt der Wahrheit am nächsten - deshalb klären wir vor jedem Ausbau per Sichtung oder Materialprobe, ob tatsächlich asbesthaltiger Asbestzement vorliegt. Verwitterte, moosbewachsene oder bereits gerissene Platten sind besonders emissionsträchtig und erfordern ein angepasstes Vorgehen. In den Gewerbe- und Hallenbauten entlang der ehemaligen Zechenstandorte König Ludwig, General Blumenthal und Recklinghausen II fallen großflächige Faserzement-Fassaden oft im Zuge von Umbau, Umnutzung oder Abbruch an; hier bündeln wir Gerüst, Absperrung, emissionsarme Demontage und nachweisliche Entsorgung zu einem planbaren Ablauf. Weil Recklinghausen unsere direkte Nachbarstadt ist, sind die Wege kurz und ein zusätzlicher Vor-Ort-Termin schnell organisiert - von der ersten Begehung in Suderwich oder Speckhorn bis zur Schlussdokumentation.
Häufige Fragen: Fassadenplatten ausbauen in Recklinghausen
Bei welcher Behörde wird der Ausbau von Asbest-Fassadenplatten in Recklinghausen angezeigt?
Recklinghausen ist Kreisstadt des Kreises Recklinghausen und gehört zum Regierungsbezirk Münster, deshalb läuft die Anzeige der anzeigepflichtigen Asbestsanierung nach TRGS 519 über die Bezirksregierung Münster als zuständige Arbeitsschutzbehörde. Diese Anzeige inklusive Arbeits- und Sicherheitsplan reichen wir vor Beginn der Demontage objektbezogen für Sie ein - eine Zuständigkeit, die wir aus unserem eigenen Kreis bestens kennen. Sie müssen sich als Eigentümer nicht selbst um den Behördenweg kümmern. Am Ende erhalten Sie zusammen mit dem Entsorgungsnachweis nach AVV 17 06 05* eine vollständige Dokumentation Ihrer Fassadensanierung.
Woran erkenne ich, ob die Fassadenplatten an meinem Recklinghäuser Haus Asbest enthalten?
Ein sicherer Anhaltspunkt ist das Alter der Fassadenarbeit: Wurden die grau oder farbig beschichteten Faserzementplatten an Giebel, Wetterseite oder Nebengebäude vor 1993 angebracht - was in vielen Zechensiedlungen wie der Dreieckssiedlung in Hochlarmark, rund um König Ludwig oder im Geschosswohnungsbau von Hillerheide der Fall ist -, ist Asbestzement sehr wahrscheinlich. Äußerlich lassen sich asbesthaltige und asbestfreie Platten kaum unterscheiden, sicher ist nur eine Materialprobe im Labor. Bohren oder schleifen Sie keinesfalls selbst an verdächtigen Platten, da dabei Fasern frei werden. Wir begehen das Objekt, beurteilen Bautyp und Bauzeit und veranlassen bei Bedarf die Probenahme, bevor wir den Ausbau planen.
Kommen Sie aus Marl überhaupt nach Recklinghausen, und wie schnell?
Ja, und besonders schnell: Recklinghausen ist die direkte Nachbarstadt von Marl und zugleich die Kreisstadt unseres eigenen Kreises - von unserem Firmensitz am Venusweg sind es nur rund 8 Kilometer und etwa 15 Minuten. Dadurch sind wir in allen Stadtteilen von der Altstadt über Recklinghausen-Süd und Hillerheide bis Suderwich und Speckhorn kurzfristig vor Ort, sowohl für die Begehung einer einzelnen Fassade als auch für größere Objekte. Die Dauer des Ausbaus hängt von Fassadenfläche, Zugänglichkeit und Gerüstbedarf ab; ein üblicher Giebel oder eine Reihenhausfassade ist meist innerhalb weniger Tage demontiert, verpackt und entsorgt. Nach einer Besichtigung nennen wir Ihnen einen konkreten Zeitrahmen und einen Festpreis.