Wo in Dorsten asbesthaltige Fassadenplatten sitzen, lässt sich gut an der Baugeschichte ablesen. In den Zechensiedlungen rund um die ehemalige Zeche Fürst Leopold in Hervest und die Zeche Wulfen wurden Giebel, Wetterseiten und ganze Reihenhausfassaden in den 1960er- bis frühen 1990er-Jahren häufig mit grau oder farbig beschichteten Asbestzementplatten verkleidet - oft im Zuge einer nachträglichen Dämmung. Eine Sonderrolle spielt die "Neue Stadt Wulfen", die als modellhafte Großsiedlung der 1960er- und 1970er-Jahre in serieller Großtafelbauweise entstand: Hier kommen großflächige vorgehängte Fassaden mit erhöhtem Asbest- und KMF-Risiko zusammen, die sich nur mit Gerüst und abgesperrtem Arbeitsbereich sicher zurückbauen lassen. Sicher klären lässt sich der Asbestgehalt allerdings nur über eine Materialprobe, die wir vor dem Ausbau nehmen, um Schutzstufe, Gerüst und Entsorgung verlässlich zu planen. Erst danach legen wir Absperrung und Ablauf für Ihr Dorstener Objekt fest. So bleibt der Asbestausbau ein klar abgegrenzter Schritt - ob am einzelnen Giebel oder an einer ganzen Siedlungsfassade.
Der Ausbau selbst erfolgt durchgängig emissionsarm nach TRGS 519: Wir lösen die Platten samt Befestigung möglichst ganz und zerstörungsfrei von der Unterkonstruktion, statt sie zu flexen, zu schleifen oder zu brechen - genau das würde nämlich schlagartig große Mengen Fasern freisetzen. Vor und während der Demontage feuchten wir die Oberflächen an und binden Stäube, Schrauben und Nägel werden gezielt gelöst statt herausgerissen, und jede Platte wandert ohne Zwischenbruch direkt in dichte Big Bags. Gerade an den verwitterten Giebeln der Zechensiedlungen in Hervest oder an den vorgehängten Fassaden der Neuen Stadt Wulfen, wo die Oberfläche oft schon kreidet und moosbewachsen ist, halten wir die Faserfreisetzung so gering wie möglich. In der dicht bebauten Altstadt und in Holsterhausen richten wir Gerüst und Absperrbereich so ein, dass Gehwege, Nachbargrundstücke und die historische Fachwerksubstanz geschützt bleiben. Bei der seriellen Großtafelbauweise in Wulfen prüfen wir zudem, ob neben den Fassadenplatten auch künstliche Mineralfasern (KMF) als Dämmung verbaut wurden, und planen den Materialfluss in klaren Abschnitten ohne Zwischenlagerung auf dem Hof.
Über die Wohnsiedlungen hinaus betreffen asbesthaltige Fassadenplatten in Dorsten auch den ländlich-bäuerlich geprägten Norden. In Lembeck mit seinem Wasserschloss, in Rhade, Deuten und Altendorf-Ulfkotte sind es vor allem Höfe, Scheunen und Nebengebäude, deren verkleidete Außenwände nach Jahrzehnten verwittern - dort treffen wir neben großflächigen Asbestzement-Dächern häufig auch Fassadenbekleidungen aus Faserzement an. An der historischen Fachwerk-Altstadt selbst sitzt der Asbest meist nicht am Denkmal, wohl aber an benachbarten Wirtschaftsgebäuden oder später ergänzten Verkleidungen; hier arbeiten wir besonders behutsam und stimmen uns bei schützenswerter Substanz ab. Steht ohnehin eine Fassadenerneuerung, ein Anbau oder Abriss an - etwa in Feldmark, Östrich, Hardt oder Wienbach -, planen wir den Ausbau der Platten als ersten, sauber abgegrenzten Schritt. Die fest gebundenen Platten entsorgen wir anschließend als gefährlichen Abfall unter dem Abfallschlüssel AVV 17 06 05* über eine zugelassene Deponie. Zum Abschluss erhalten Sie eine vollständige Dokumentation mit Anzeige und Entsorgungsnachweis - wichtig etwa bei Verkauf, Vermietung oder Umnutzung in jedem Dorstener Stadtteil.
Häufige Fragen: Fassadenplatten ausbauen in Dorsten
Bei welcher Behörde wird der Ausbau der Fassadenplatten in Dorsten angezeigt?
Dorsten liegt im Kreis Recklinghausen und gehört zum Regierungsbezirk Münster, deshalb wird die Demontage asbesthaltiger Fassadenplatten als anzeigepflichtige Asbestsanierung nach TRGS 519 vor Arbeitsbeginn bei der Bezirksregierung Münster angezeigt. Diese objektbezogene Anzeige inklusive Arbeits- und Sicherheitsplan übernehmen wir vollständig für Sie. Sie müssen als Eigentümer keinen Behördenweg selbst gehen. Erst nach fristgerechter Anzeige beginnen wir mit Gerüst und Demontage.
Wir wohnen in der Neuen Stadt Wulfen - können Sie die großflächigen Fassadenplatten dort ausbauen?
Ja. Die Neue Stadt Wulfen wurde in serieller Großtafelbauweise errichtet, weshalb hier oft mehrere Hundert Quadratmeter vorgehängte Fassade mit erhöhtem Asbest- und KMF-Risiko betroffen sind. Wir stellen ein Gerüst, sperren den Arbeitsbereich am Boden ab und nehmen die ganzen Platten samt Befestigung emissionsarm und möglichst zerstörungsfrei ab - angefeuchtet und sofort in dichte Big Bags verpackt, ohne Flexen oder Brechen. Die Demontage stimmen wir mit Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen ab und planen sie in klaren Abschnitten, sodass darunterliegende Wohnungen bewohnt bleiben können.
Wir haben einen Hof in Lembeck mit Asbestzement an Scheune und Giebel - kommen Sie aus Marl dorthin?
Ja, Dorsten und auch der ländliche Norden mit Lembeck, Rhade und Deuten liegen nur rund 10 Kilometer und etwa 15 bis 20 Minuten von unserem Firmensitz in Marl entfernt, gut erreichbar über die B225 - wir sind dort regelmäßig im Einsatz. Gerade an Höfen und Scheunen treffen wir neben Fassadenplatten häufig auch großflächige Asbestzement-Dächer an, die sich oft im selben Zug fachgerecht ausbauen lassen. Wir feuchten die verwitterten Platten an, nehmen sie möglichst im Ganzen ab und entsorgen sie als gefährlichen Abfall nach AVV 17 06 05* mit Nachweis. Nach einer Besichtigung nennen wir Ihnen einen konkreten Zeitrahmen und einen Festpreis.