Dorsten liegt am Übergang vom Ruhrgebiet ins ländliche Münsterland, und dieser Doppelcharakter prägt den Bodenbestand. In den Zechensiedlungen rund um die ehemalige Zeche Fürst Leopold in Hervest und die Zeche Wulfen wurden Bergmannswohnungen über Jahrzehnte mehrfach modernisiert, ohne den alten bitumösen Kleber vom Estrich zu entfernen. In solchen Häusern liegen heute oft mehrere Belagsschichten übereinander – ein neuerer Boden, darunter Reste des alten PVC oder Linoleums und dazwischen die typische schwarze Kleberschicht. Wird der oberste Belag herausgerissen, kommt der festsitzende Schwarzkleber zum Vorschein, der bei Aufbauten bis in die 1990er Jahre häufig Asbest enthält. Wir nehmen deshalb vor jeder Maßnahme eine Materialprobe und lassen sie im Labor analysieren, bevor irgendein Werkzeug angesetzt wird. So wissen Sie in der oft schmalen, niedrigen Bausubstanz dieser Kolonien genau, womit Sie es zu tun haben.
Ein eigenes Kapitel ist die „Neue Stadt Wulfen“ – die modellhafte Großsiedlung der 1960er und 1970er Jahre, die seriell und in Großtafelbauweise errichtet wurde und ein besonders hohes Asbest- und KMF-Risiko trägt. In diesen Geschossbauten kamen großflächig verklebte PVC-Bahnen, Floor-Flex-Platten und Cushion-Vinyl zum Einsatz, jeweils im schwarzen Bitumenkleber verlegt. Genau hier setzt unser emissionsarmes Verfahren BT 13 an: Wir schotten den betroffenen Raum staubdicht ab, halten ihn über Unterdruckgeräte mit HEPA-Filterung unter Unterdruck und richten eine Schwarz-Weiß-Schleuse für Personal und Material ein. Gerade in den dicht belegten Geschosswohnungen von Wulfen, Barkenberg und der Feldmark ist diese saubere Abschottung entscheidend, damit keine Fasern in angrenzende Wohnungen oder Treppenhäuser gelangen. Den Schwarzkleber lösen wir kontrolliert vom Estrich und verpacken ihn staubdicht als asbesthaltigen Abfall. Nach der Feinreinigung ist der Estrich belegreif und kann mit einem neuen Bodenaufbau versehen werden.
Anders gelagert ist der ländlich-bäuerliche Norden mit Lembeck, Rhade, Deuten und Altendorf-Ulfkotte: Auf Höfen, in Wohnhäusern und umgebauten Nebengebäuden treffen wir beim Öffnen alter Fußbodenaufbauten ebenfalls auf schwarzen Bitumenkleber unter Linoleum oder PVC, oft im Zuge eines Heizungstauschs oder einer Wohnraumsanierung. Die für solche Asbestarbeiten erforderliche Anzeige nach TRGS 519 reichen wir vor Beginn objektbezogen bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde ein – für Dorsten als Stadt im Kreis Recklinghausen ist das die Bezirksregierung Münster. Diese Zuständigkeit und den Ablauf der Anzeige kennen wir aus dem Tagesgeschäft, sodass Sie als Eigentümer, Hausverwaltung oder Landwirt keinen Behördenweg selbst gehen müssen. Den verpackten Kleberabfall entsorgen wir als asbesthaltigen Abfall (AVV 17 06 05*) mit lückenlosem Entsorgungsnachweis. Jede Maßnahme schließen wir mit einer Freimessung der Raumluft nach VDI 3492 ab, die die faserfreie Wiedernutzung belegt – und da unser Sitz in Marl nur rund 15 bis 20 Minuten entfernt liegt, sind Ortstermine in der Altstadt, Holsterhausen oder Östrich kurzfristig planbar.
Häufige Fragen: Bitumenkleber entfernen in Dorsten
Liegt unter dem alten Boden in meiner Wohnung in der Neuen Stadt Wulfen wirklich asbesthaltiger Schwarzkleber?
In den seriell und in Großtafelbauweise errichteten Geschossbauten der Neuen Stadt Wulfen aus den 1960er und 1970er Jahren wurden Bodenbeläge wie PVC, Floor-Flex und Cushion-Vinyl großflächig mit schwarzem Bitumenkleber verlegt. Dieser Kleber enthält bei Aufbauten bis in die 1990er Jahre sehr häufig Asbest, lässt sich optisch aber nicht sicher beurteilen. Deshalb entnehmen wir vorab eine Materialprobe und lassen sie im Labor analysieren. Erst das Ergebnis zeigt eindeutig, ob eine Sanierung nach TRGS 519 nötig ist.
Kann der Bitumenkleber entfernt werden, während wir in unserer Wohnung in Hervest oder Holsterhausen wohnen bleiben?
In den meisten Fällen ja. Der betroffene Raum wird staubdicht abgeschottet, über Unterdruckgeräte mit HEPA-Filterung unter Unterdruck gehalten und nur über eine Schwarz-Weiß-Schleuse betreten, sodass keine Fasern in die übrigen Wohnräume oder das Treppenhaus gelangen. Gerade in den dicht belegten Bergmanns- und Geschosswohnungen von Hervest, Holsterhausen und Wulfen bleibt der nicht betroffene Bereich so nutzbar. Den genauen Abschnittsplan stimmen wir bei der Begehung mit Ihnen ab. Erst die Freimessung nach VDI 3492 gibt den Raum wieder frei.
Wer meldet die Asbestsanierung in Dorsten bei der Behörde an und wie schnell sind Sie vor Ort?
Die nach TRGS 519 vorgeschriebene Anzeige der Asbestarbeiten übernehmen wir für Sie und reichen sie vor Arbeitsbeginn objektbezogen bei der Bezirksregierung Münster ein, die für Dorsten als Stadt im Kreis Recklinghausen zuständig ist. Um diese Formalitäten müssen Sie sich nicht selbst kümmern. Sie erhalten die vollständige Dokumentation mit Anzeige, Entsorgungsnachweis (AVV 17 06 05*) und Freimessprotokoll. Da unser Firmensitz im benachbarten Marl nur rund 10 km bzw. 15 bis 20 Minuten über die B225 entfernt liegt, sind Besichtigungs- und Probenahmetermine in Stadtteilen wie der Altstadt, Lembeck oder Rhade kurzfristig möglich.