Anders als asbesthaltige Wellplatten oder Floor-Flex-Böden sitzt alte Mineralwolle in Dorsten meist verborgen im Dämmaufbau - und genau das macht sie beim Umbau zum Thema. In den Bergarbeiter- und Zechensiedlungen rund um die ehemalige Zeche Fürst Leopold in Hervest sowie in Holsterhausen und der Feldmark wurden die ungenutzten Spitzböden der ein- bis zweigeschossigen Siedlungshäuser in den 1970er- und 1980er-Jahren reihenweise zu Wohnraum ausgebaut. Zwischen den Sparren der Dachschrägen, hinter Kniestock-Verkleidungen und in der obersten Geschossdecke finden wir heute die vor 2000 hergestellte Glas- und Steinwolle, die als alte Mineralwolle ohne Gütezeichen wie krebsverdächtiges Material zu behandeln ist. Wer ein solches Dach energetisch erneuert oder das Dachgeschoss ausbaut, legt diese fasernde, oft gelbliche Dämmung fast immer frei. Wir stufen sie vor dem Eingriff ein und entnehmen sie anschließend abschnittsweise und staubgebunden mit Entstaubern der Staubklasse H.
Einen eigenen Schwerpunkt bildet in Dorsten die Neue Stadt Wulfen - die modellhafte Großsiedlung der 1960er- und 1970er-Jahre, die seriell und in Großtafelbauweise errichtet wurde. Gerade dieser industriell vorgefertigte Geschossbau weist ein erhöhtes KMF- und Asbestrisiko auf: In abgehängten Zwischendecken, in Installationsschächten, hinter Vorsatzschalen, in Heizkörpernischen und als Rohr- und Lüftungskanaldämmung wurde Mineralwolle als Schall- und Brandschutz systematisch verbaut. Bei Modernisierung, Strangsanierung, Brandschutzertüchtigung oder Rückbau dieser Bauten ist die alte Mineralwolle häufig großflächig betroffen. Wir richten den Arbeitsbereich nach Faserfreisetzung ein, halten ihn unter Unterdruck, saugen direkt am Entstehungsort ab und schotten weiter genutzte Wohnungen oder Treppenhäuser sauber ab, damit der laufende Betrieb in den Nachbartrakten nicht belastet wird. So bleibt eine KMF-Sanierung in bewohnten Wulfener Geschossbauten kontrolliert und nachvollziehbar.
Im ländlich-bäuerlichen Norden von Dorsten - Lembeck mit seinem Wasserschloss, dazu Rhade und Deuten - prägt eine ganz andere Bausubstanz den Bedarf: Höfe, Scheunen und Nebengebäude mit großflächigen Asbestzement-Dächern, unter denen oft alte Mineralwolle als nachträgliche Dämmung liegt. Hier treffen wir KMF und Asbest regelmäßig gemeinsam an - etwa Glaswolle zwischen dem Dachgebälk einer umgenutzten Scheune direkt unter Asbest-Wellplatten oder hinter Verkleidungen in Wohnhäusern der historischen Fachwerk-Altstadt. Wir grenzen deshalb zunächst ab, welche Faser krebsverdächtige alte Mineralwolle und welche unbedenkliche neuere Ware ist, sanieren die KMF nach TRGS 521 und stimmen sie mit den übrigen Schadstoffarbeiten ab. Sind asbesthaltige Bauteile betroffen, übernehmen wir die gesetzlich vorgeschriebene Anzeige der Arbeiten bei der zuständigen Bezirksregierung Münster, sodass Sie für Ihr Dorstener Objekt nur einen zertifizierten Ansprechpartner haben.
Häufige Fragen: KMF-Sanierung in Dorsten
Wo finde ich in einem typischen Dorstener Siedlungshaus alte KMF-Dämmung?
Der Klassiker sind nachträglich ausgebaute Dachgeschosse: Mineralwolle zwischen den Sparren, hinter Kniestock- und Trockenbauverkleidungen und in der obersten Geschossdecke. In den Zechensiedlungen rund um Fürst Leopold in Hervest, in Holsterhausen und in der Feldmark wurde diese Glas- und Steinwolle meist in den 1970er- und 1980er-Jahren eingebracht. Stammt sie aus der Zeit vor 2000 und trägt kein RAL-Gütezeichen, gilt sie als alte Mineralwolle, ist krebsverdächtig und sollte vor einer Dachsanierung nach TRGS 521 fachgerecht ausgebaut werden.
Wir modernisieren eine Wohnung in der Neuen Stadt Wulfen - ist dort mit alter Mineralwolle zu rechnen?
Ja, in der seriell und in Großtafelbauweise errichteten Neuen Stadt Wulfen ist das Risiko erhöht. KMF steckt dort typischerweise in abgehängten Zwischendecken, Installationsschächten, hinter Vorsatzschalen, in Heizkörpernischen sowie in Rohr- und Lüftungskanaldämmungen. Wir beurteilen den Bestand objektbezogen, schotten die betroffenen Bereiche staubdicht ab und saugen mit H-Klasse-Geräten direkt am Entstehungsort ab, sodass angrenzende, weiter bewohnte Wohnungen und Treppenhäuser nicht belastet werden.
Auf unserem Hof in Lembeck oder Rhade ist neben der Mineralwolle auch ein Asbestzement-Dach betroffen - macht Asbesta beides?
Ja. Im ländlichen Norden von Dorsten liegt alte KMF-Dämmung in Scheunen und Nebengebäuden oft direkt unter Asbest-Wellplatten. Wir grenzen zunächst ab, was krebsverdächtige alte Mineralwolle und was unbedenkliche neuere Ware ist, sanieren die KMF nach TRGS 521 und koordinieren die Asbestarbeiten nach TRGS 519 aus einer Hand. Die dafür vorgeschriebene Anzeige der Asbestarbeiten erstatten wir bei der zuständigen Bezirksregierung Münster - mit getrennter Verpackung, sortenreiner Entsorgung und vollständiger Dokumentation.