Anders als Asbestzement steckt alte Mineralwolle in Gladbeck selten an Dach und Fassade sichtbar, sondern verborgen im Dämmaufbau - und genau das macht sie beim Umbau zum Thema. Viele der ein- bis zweigeschossigen Siedlungshäuser aus den Zechen- und Wiederaufbaujahren wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren erstmals gedämmt: Beim nachträglichen Dachausbau in Quartieren wie Butendorf, Ellinghorst oder Rosenhügel wanderten Glas- und Steinwolle-Matten zwischen die Sparren, hinter Kniestock-Verkleidungen und in die oberste Geschossdecke. Wer ein solches Dach heute energetisch erneuert, das Dachgeschoss zu Wohnraum ausbaut oder die alte Aufsparrendämmung entfernt, legt fast immer Mineralwolle vor 1996 frei - fasernde, oft gelbliche oder bräunliche Dämmung, die wir vor dem Eingriff einstufen und anschließend abschnittsweise und staubgebunden entnehmen.
Den zweiten Schwerpunkt bilden in Gladbeck die größeren Zweckbauten aus der Hochphase des Strukturwandels. In Schul-, Sport- und Verwaltungsgebäuden sowie im mehrgeschossigen Wohnungsbau dieser Jahre wurde KMF systematisch in abgehängten Zwischendecken, in Installationsschächten, hinter Heizkörpernischen, in Trockenbau-Vorsatzschalen und als Rohr- und Lüftungskanaldämmung verbaut. Bei Modernisierung, Brandschutzertüchtigung oder Rückbau solcher Objekte ist die alte Mineralwolle häufig großflächig betroffen - hier richten wir den Arbeitsbereich nach Faserfreisetzung ein, saugen mit Entstaubern der Staubklasse H direkt am Entstehungsort ab und schotten angrenzende, weiter genutzte Bereiche ab, damit der laufende Betrieb in Nachbartrakten nicht beeinträchtigt wird.
Charakteristisch für Gladbeck ist außerdem, dass KMF beim Rückbau oder bei der Sanierung selten allein auftritt. In Häusern bis 1993 liegt die alte Dämmung oft direkt neben asbest- oder PAK-belasteten Bauteilen - etwa Mineralwolle in der Dachschräge über einem Geschoss mit Floor-Flex-Böden, oder KMF-Rohrdämmung neben teerhaltigen Klebern im Bestand der Bergbau-Ära. Wir grenzen deshalb zunächst ab, welche Faser krebsverdächtige alte Mineralwolle ist und welche unbedenkliche neuere Ware, und stimmen den KMF-Ausbau nach TRGS 521 mit den übrigen Schadstoffarbeiten so ab, dass Sie für Ihr Gladbecker Objekt nur einen zertifizierten Ansprechpartner haben.
Häufige Fragen: KMF-Sanierung in Gladbeck
Wo finde ich in einem typischen Gladbecker Siedlungshaus alte KMF-Dämmung?
Am häufigsten in nachträglich ausgebauten Dachgeschossen: zwischen den Sparren, hinter Kniestock- und Trockenbauverkleidungen und in der obersten Geschossdecke. In den Zechen- und Aufbausiedlungen rund um Butendorf, Ellinghorst oder Rosenhügel wurde diese Glas- und Steinwolle meist in den 1970er- und 1980er-Jahren eingebracht. Stammt sie aus der Zeit vor 1996, gilt sie als krebsverdächtig und sollte vor einer Dachsanierung fachgerecht ausgebaut werden.
Wir modernisieren ein Schul- oder Verwaltungsgebäude in Gladbeck - wo sitzt dort die alte Mineralwolle?
In Zweckbauten der 1960er/70er-Jahre steckt KMF typischerweise in abgehängten Zwischendecken, Installationsschächten, hinter Heizkörpernischen, in Trockenbau-Vorsatzschalen sowie in Rohr- und Lüftungskanaldämmungen. Wir beurteilen den Bestand objektbezogen, schotten die betroffenen Bereiche ab und saugen mit H-Klasse-Geräten direkt am Entstehungsort ab, sodass angrenzende, weiter genutzte Trakte nicht belastet werden.
Beim Dachausbau in Gladbeck ist außer Mineralwolle auch Asbest aufgetaucht - macht Asbesta beides?
Ja. In Gladbecker Häusern bis 1993 liegt alte KMF-Dämmung oft direkt neben asbest- oder PAK-belasteten Bauteilen. Wir grenzen zunächst ab, was krebsverdächtige alte Mineralwolle und was unbedenkliche neuere Ware ist, sanieren die KMF nach TRGS 521 und koordinieren die Asbestarbeiten nach TRGS 519 aus einer Hand - mit getrennter Verpackung, fachgerechter Entsorgung und vollständiger Dokumentation.