Eine Materialanalyse beantwortet die entscheidende Frage vor jeder Sanierung oder jedem Umbau: Welcher Gefahrstoff steckt im Bauteil und in welcher Konzentration? Mit blossem Auge oder anhand des Baujahrs lässt sich Asbest in Putzen, Klebern, Spachtelmassen oder Bodenbelägen nicht sicher erkennen. Erst die Analyse einer entnommenen Probe im Labor liefert ein belastbares, gerichtsfestes Ergebnis.
Asbestfasern werden im akkreditierten Labor lichtmikroskopisch und bei Bedarf rasterelektronenmikroskopisch (REM/EDX) nach den Vorgaben der VDI 3866 identifiziert. So lassen sich auch geringe Asbestgehalte in mineralischen Baustoffen nachweisen, etwa in Fliesenklebern, Fugen oder bituminösen Produkten. Neben Asbest untersuchen wir auf weitere typische Gebäudeschadstoffe wie künstliche Mineralfasern (KMF), PAK in Teerklebern und Parkettklebern, PCB in Fugenmassen sowie Schwermetalle.
Die fachgerechte Probenahme ist dabei genauso wichtig wie die Laboranalyse selbst: Wer falsch oder ungeschützt Proben entnimmt, setzt Fasern frei und gefährdet sich und andere. Unsere sachkundigen Mitarbeiter (TRGS 519, Anlage 3) entnehmen die Proben unter Staubminderung, dokumentieren jede Entnahmestelle und sorgen für eine eindeutige Zuordnung. Auf dieser Basis erhalten Sie eine klare Empfehlung zum weiteren Vorgehen.
Leistungsumfang
- Begehung und gezielte Festlegung der zu beprobenden Bauteile (Putze, Kleber, Spachtel, Bodenbeläge, Dichtungen, Dacheindeckungen)
- Staubmindernde, dokumentierte Probenahme durch sachkundiges Personal nach TRGS 519
- Laboranalyse auf Asbest mittels Lichtmikroskopie und REM/EDX nach VDI 3866
- Untersuchung auf weitere Schadstoffe: KMF, PAK, PCB, Schwermetalle (auftragsabhängig)
- Eindeutige Kennzeichnung und Fotodokumentation jeder Entnahmestelle
- Schriftlicher Prüfbericht mit Befund und Bewertung der Belastung
- Handlungsempfehlung zu Sanierungsbedarf, Dringlichkeit und erforderlichem Schutzniveau
So gehen wir vor
- 01
Beratung & Festlegung
Wir besprechen Verdacht, Baujahr und geplante Maßnahme und legen gemeinsam fest, welche Bauteile beprobt werden müssen. Die Erstbesichtigung ist kostenfrei.
- 02
Fachgerechte Probenahme
Sachkundige Mitarbeiter entnehmen die Proben staubmindernd und sicher, kennzeichnen jede Entnahmestelle und dokumentieren sie fotografisch.
- 03
Laboranalyse
Ein akkreditiertes Labor untersucht die Proben nach VDI 3866 auf Asbest sowie auf weitere beauftragte Schadstoffe und bestimmt die Materialart.
- 04
Befund & Empfehlung
Sie erhalten einen schriftlichen Prüfbericht. Wir erläutern das Ergebnis verständlich und geben eine konkrete Empfehlung zum weiteren Vorgehen.
Häufige Fragen
Warum reicht eine Sichtprüfung nicht aus?
Asbest ist in vielen Baustoffen wie Fliesenklebern, Spachtelmassen oder Bodenbelägen optisch nicht erkennbar. Auch das Baujahr ist nur ein Indiz. Nur die Laboranalyse einer Probe liefert einen zweifelsfreien, rechtssicheren Nachweis.
Wie wird Asbest im Labor nachgewiesen?
Die Proben werden nach VDI 3866 lichtmikroskopisch und bei Bedarf rasterelektronenmikroskopisch mit EDX untersucht. So lassen sich Asbestfasern eindeutig identifizieren und von anderen Fasern unterscheiden, auch in geringen Gehalten.
Kann ich die Probe nicht selbst entnehmen?
Davon raten wir dringend ab. Beim Anbohren oder Abkratzen verdächtiger Materialien werden Fasern freigesetzt. Die Probenahme sollte staubmindernd und durch sachkundiges Personal nach TRGS 519 erfolgen.
Welche Schadstoffe können neben Asbest untersucht werden?
Wir lassen je nach Verdacht auch auf künstliche Mineralfasern (KMF), PAK in Teer- und Parkettklebern, PCB in Fugenmassen und elastischen Dichtungen sowie auf Schwermetalle untersuchen.
Was kostet eine Materialanalyse?
Die Kosten hängen von Anzahl und Art der Proben sowie vom Untersuchungsumfang ab. Nach der kostenfreien Besichtigung erhalten Sie ein transparentes Festpreisangebot - ohne versteckte Posten.