Gladbeck ist eine durch und durch vom Steinkohlenbergbau geprägte Stadt – die Zechen Graf Moltke, Möller, Mathias Stinnes 3/4 in Brauck und die Zeche Zweckel prägten das Bild, bis 1971 die letzte Schachtanlage schloss. Der Steinkohlenteer, aus dem PAK-haltige Produkte hergestellt wurden, stammt genau aus den Kokereien und Zechen dieser Region. Entsprechend häufig finden sich teerhaltige Materialien in Werks-, Wohn- und Gewerbebauten vor etwa 1980: schwarze Teerkleber unter Holzpflaster und Altparkett, Teerkork als Dämmung sowie teerhaltige Abdichtungen und Dachpappen. Beim Anschleifen, Aufstemmen oder thermischen Bearbeiten gelangen diese Verbindungen über Staub und Ausgasung in die Raumluft – hier liegt das eigentliche Gesundheitsrisiko. Deshalb beginnt jede seriöse PAK-Sanierung in Gladbeck mit einer Materialprobe und Laboranalyse, nicht mit dem Vorschlaghammer.
In den Bergarbeitersiedlungen zeigt sich die historische Bausubstanz besonders deutlich: Die Kolonie Uhlandstraße als älteste erhaltene Bergarbeitersiedlung Gladbecks und die denkmalgeschützte Siedlung Schlägel und Eisen in Zweckel mit ihren verputzten Häusern und Walm- bzw. Mansarddächern stammen aus einer Zeit, in der teerhaltige Kleber und Abdichtungen verbreitet waren. Bei denkmalgeschützten oder erhaltenswerten Gebäuden in Stadtteilen wie Zweckel oder Mitte arbeiten wir bewusst zurückhaltend und bauteilschonend, damit Substanz erhalten bleibt und nur das belastete Material entfernt wird. Wir setzen abgesaugte Maschinen ein, schotten den Arbeitsbereich ab und arbeiten je nach Situation unter Unterdruck, um eine Faser- bzw. Staubverschleppung in angrenzende Räume zu verhindern. Das ausgebaute Material wird sortenrein erfasst und getrennt von unbelastetem Bauschutt gehalten. So lässt sich eine Sanierung auch in bewohnten oder genutzten Gebäuden planbar durchführen.
Neben den historischen Siedlungen prägt der Nachkriegs- und Wiederaufbauwohnbau das Stadtbild – etwa in Butendorf, Ellinghorst, Rosenhügel und der Innenstadt – ebenso wie der Gewerbe- und Industriebau aus der Strukturwandel-Ära. Gerade in diesen Beständen treffen wir regelmäßig auf teerhaltige Parkettkleber unter späteren Bodenbelägen sowie auf teerhaltige Dach- und Bauwerksabdichtungen. Für jedes Projekt erstellen wir ein Sanierungskonzept nach TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 551 (teer- und pechhaltige Stoffe); die Entsorgung erfolgt nach LAGA und AVV mit lückenlosem Nachweis. Eine Anzeige nach TRGS 519 betrifft ausschließlich Asbest und ist bei reinen PAK-Arbeiten nicht einschlägig – fällt im selben Bauteil zusätzlich Asbest an, wäre dafür die Bezirksregierung Münster die zuständige Arbeitsschutzbehörde. Von unserem Sitz in Marl erreichen wir Gladbeck in rund 25 Minuten, sodass wir Ortstermine, Probenahme und Ausführung kurzfristig koordinieren können. So bekommen Eigentümer, Hausverwaltungen und Gewerbebetriebe in Gladbeck eine fachlich saubere Lösung statt Improvisation.
Häufige Fragen: PAK-Sanierung in Gladbeck
Woran erkenne ich in einem Gladbecker Altbau PAK-belastete Materialien?
Typisch sind schwarze, teerartig glänzende und oft deutlich riechende Klebstoffe unter altem Parkett oder Holzpflaster, teerhaltige Dachpappen und Bitumenbahnen sowie Teerkork-Dämmungen – meist in Gebäuden, die vor etwa 1980 errichtet wurden. In Gladbeck betrifft das viele Bestände aus der Bergbau- und Wiederaufbauzeit, etwa in den Siedlungen Zweckels oder im Nachkriegswohnbau in Butendorf und Ellinghorst. Sicherheit gibt allerdings nur eine Materialprobe mit Laboranalyse, bei der der Leitparameter Benzo[a]pyren bestimmt wird. Reißen Sie verdächtige Schichten nicht selbst auf, denn gerade beim Anschleifen oder Aufstemmen werden die krebserzeugenden Verbindungen über Staub freigesetzt. Wir nehmen die Probe fachgerecht und planen das weitere Vorgehen anhand des Befunds.
Ist eine PAK-Sanierung in Gladbeck bei der Bezirksregierung Münster anzuzeigen?
Die anzeigepflichtige Behandlung nach TRGS 519 mit Anzeige bei der Bezirksregierung Münster betrifft ausschließlich Asbest – PAK ist kein Asbest. PAK-Arbeiten richten sich stattdessen nach TRGS 524 für kontaminierte Bereiche und TRGS 551 für teer- und pechhaltige Stoffe, mit entsprechender Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen. Eine TRGS-519-Anzeige ist für reine PAK-Sanierungen also nicht einschlägig. Wird im selben Bauteil zusätzlich Asbest festgestellt – etwa in alten Bodenbelägen oder Dachabdichtungen –, käme die Anzeige bei der Bezirksregierung Münster ins Spiel. Wir klären diese Abgrenzung vor Beginn der Arbeiten, damit der korrekte Rechtsrahmen eingehalten wird.
Wie schnell ist Asbesta für ein PAK-Projekt in Gladbeck vor Ort?
Unser Firmensitz liegt im benachbarten Marl, von dort sind es nur rund 18 Kilometer bzw. etwa 25 Minuten nach Gladbeck – über die A52/B224 oder die Hervester Straße. Dadurch können wir Ortstermine, Probenahme und die spätere Ausführung kurzfristig und flexibel koordinieren, ob in Mitte, Brauck, Zweckel oder Rentfort. Wir sind überregional in ganz NRW tätig, das Ruhrgebiet und damit Gladbeck gehört aber zu unserem näheren Einsatzgebiet. Für ein belastbares Angebot vereinbaren wir einen Vor-Ort-Termin, nehmen bei Bedarf eine Materialprobe und stimmen den Ablauf auf Ihr Gebäude ab.