Dorsten liegt an der Lippe am Übergang vom Ruhrgebiet ins ländliche Münsterland, und diese Doppelnatur prägt auch das PAK-Risiko vor Ort. In den bergbaugeprägten Stadtteilen Hervest und Wulfen lieferten die Zechen Fürst Leopold und Wulfen über Jahrzehnte den Steinkohlenteer, aus dem teerhaltige Kleber, Abdichtungen und Dämmstoffe hergestellt wurden. In den zugehörigen Zechensiedlungen treffen wir bei Sanierungen regelmäßig auf schwarzen, teerig riechenden Parkettkleber unter altem Holzpflaster oder Stabparkett sowie auf teerhaltige Dachpappen. Gefährlich werden diese Stoffe nicht im intakten Zustand, sondern beim Anschleifen, Aufstemmen oder thermischen Bearbeiten, weil dabei Benzo[a]pyren-haltiger Staub frei wird. Deshalb beginnt jede seriöse PAK-Sanierung in Dorsten mit einer Materialprobe und Laboranalyse, nicht mit dem Vorschlaghammer. Erst auf Basis des Befunds legen wir Schutzkonzept, Ausbau und Entsorgungsweg fest.
Einen eigenen Schwerpunkt bildet die Neue Stadt Wulfen, eine modellhafte Großsiedlung der 1960er- und 1970er-Jahre in serieller Großtafelbauweise. Gebäude aus dieser Epoche bergen ein erhöhtes Risiko nicht nur für asbesthaltige und künstliche Mineralfaser-Bauteile (KMF), sondern auch für teerhaltige Kleber, Estrich- und Abdichtungsschichten sowie Teerkork-Dämmungen. Bei Umbau oder Modernisierung in solchen Geschossbauten arbeiten wir mit abgesaugten Maschinen, schotten den Arbeitsbereich ab und halten ihn bei Bedarf unter Unterdruck, damit keine belasteten Stäube in bewohnte Bereiche gelangen. Die rechtliche Grundlage bilden die Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit TRGS 524 für Arbeiten in kontaminierten Bereichen und TRGS 551 für teer- und pechhaltige Stoffe – nicht die TRGS 519, die ausschließlich Asbest betrifft. Die Entsorgung erfolgt sortenrein nach LAGA und AVV mit lückenlosem Nachweis. Für Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen dokumentieren wir jeden Schritt nachvollziehbar.
Im Kontrast zu den Zechenquartieren steht die historische Fachwerk-Altstadt rund um Innenstadt und Altstadt sowie der ländlich-bäuerliche Norden mit Lembeck und seinem Wasserschloss, Rhade, Deuten und Altendorf-Ulfkotte. In erhaltenswerter Fachwerksubstanz gehen wir beim Ausbau teerhaltiger Fugenmassen oder Klebstoffe bewusst bauteilschonend vor, damit nur das belastete Material entfernt wird. Auf den landwirtschaftlich geprägten Höfen mit ihren Scheunen und Stallungen treffen wir teerhaltige Dachabdichtungen und Bitumenbahnen häufig in Kombination mit anderen Altbaustoffen an, sodass eine genaue Materialansprache vor Ort entscheidend ist. Bitte beachten Sie die saubere fachliche Trennung: Sollte im selben Bauteil zusätzlich Asbest vorliegen, wäre dafür eine Anzeige nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Münster als zuständiger Arbeitsschutzbehörde nötig – die reine PAK-Sanierung selbst ist nicht in dieser Weise anzeigepflichtig. Von unserem Sitz am Venusweg 24 in Marl sind wir über die B225 in rund 15 bis 20 Minuten in Dorsten, sodass wir Ortstermin, Probenahme und Ausführung kurzfristig koordinieren können. So erhalten Eigentümer in Stadt und Umland eine fachlich belastbare Bewertung statt vorschneller Pauschalurteile.
Häufige Fragen: PAK-Sanierung in Dorsten
Warum ist gerade in den Dorstener Stadtteilen Hervest und Wulfen mit PAK zu rechnen?
Hervest und Wulfen waren mit den Zechen Fürst Leopold und Wulfen über Jahrzehnte vom Steinkohlenbergbau geprägt. Der für PAK verantwortliche Steinkohlenteer fiel als Nebenprodukt der Verkokung an und wurde regional kostengünstig zu Klebern, Dachpappen und Teerkork-Dämmungen verarbeitet. In den Zechensiedlungen und vielen Gebäuden vor etwa 1980 treffen wir diese teerhaltigen Materialien deshalb häufig an – etwa als schwarzen, teerig riechenden Kleber unter Altparkett. Sicherheit gibt allerdings nur eine Materialprobe mit Laboranalyse, bei der der Leitparameter Benzo[a]pyren bestimmt wird. Reißen Sie verdächtige Schichten nicht selbst auf, denn beim Anschleifen werden die krebserzeugenden Verbindungen über Staub freigesetzt.
Muss eine PAK-Sanierung in Dorsten wie eine Asbestsanierung bei der Bezirksregierung Münster angezeigt werden?
Nein – PAK ist kein Asbest, sondern eine teerhaltige Verbindung, deshalb gilt nicht die TRGS 519, sondern die TRGS 524 und TRGS 551. Die reine PAK-Sanierung unterliegt damit nicht der gleichen objektbezogenen Anzeigepflicht wie eine Asbestsanierung. Findet sich im selben Dorstener Objekt jedoch zusätzlich Asbest – etwa in alten Bodenbelägen oder Dachabdichtungen –, ist dafür eine gesonderte Anzeige nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Münster als zuständiger Arbeitsschutzbehörde erforderlich. Gerade in der Großtafel-Siedlung Neue Stadt Wulfen treten Asbest, KMF und PAK mitunter gemeinsam auf. Wir klären diese Abgrenzung vor Beginn der Arbeiten und koordinieren beide Gewerke sauber.
Wie schnell ist Asbesta von Marl aus für ein PAK-Projekt in Dorsten vor Ort?
Unser Firmensitz liegt am Venusweg 24 in Marl, der direkten Nachbarstadt von Dorsten – die Anfahrt beträgt über die B225 nur rund 10 Kilometer bzw. etwa 15 bis 20 Minuten. Dadurch lassen sich kurzfristige Ortstermine zur Probenahme und Begutachtung gut planen, ob in der Altstadt, in Hervest und Wulfen oder im ländlichen Norden um Lembeck, Rhade und Deuten. Nach der Laboranalyse stimmen wir Abschottung, emissionsarmen Ausbau und sortenreine Entsorgung mit Nachweis mit Ihnen ab. Asbesta ist überregional in ganz NRW tätig, in Dorsten profitieren Sie aber von der unmittelbaren Nähe. Vereinbaren Sie einfach telefonisch unter +49 2365 2960630 einen Termin.