Datteln liegt am größten Kanalknotenpunkt Europas, wo Dortmund-Ems-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal und Wesel-Datteln-Kanal zusammentreffen, und ist von der Bergbaugeschichte der Zeche Emscher-Lippe geprägt. In den zugehörigen Zechen- und Arbeitersiedlungen in Meckinghoven, Klostern und Bockum geht es beim Abbruch selten um den glatten Vollabriss, sondern meist um Teilrückbau und Entkernung: Das kleinteilige Backstein-Tragwerk bleibt stehen, während wir Innenausbau, alte Bodenaufbauten, Putze und Haustechnik herausnehmen. Genau diese Bauteile stammen aus der Zeit vor dem Asbestverbot 1993, weshalb wir vor dem ersten Aufbruch eine Schadstofferkundung ansetzen. Floor-Flex-Platten mit schwarzem Bitumenkleber, Asbestpappe hinter Heizkörpern, alte Dichtungsschnüre, KMF-Dämmungen und PAK-belastete Teerbeläge tauchen in diesen Häusern regelmäßig auf. Belastete Fraktionen sanieren wir vorab – asbesthaltige nach TRGS 519 mit Anzeige bei der Bezirksregierung Münster –, bevor der eigentliche Rückbau und die sortenreine Trennung der Massen beginnen.
In der Stadtmitte rund um Horneburg, Markfeld und Natrop prägt der Nachkriegs-Wohnbau das Abbruchgeschehen. In den Geschoss- und Zweckbauten der 1950er- bis 1970er-Jahre sitzt Asbest oft schwach gebunden in Brandschutzverkleidungen von Treppenhäusern und Schächten, hinter abgehängten Decken und in Lüftungskanälen, dazu Floor-Flex unter neueren Belägen, asbesthaltige Spachtelmassen und Fliesenkleber sowie PCB in Fugendichtungen größerer Bauten. Vor jeder Entkernung oder jedem Teilabbruch erkunden wir diese Bauteile gezielt und sanieren die belasteten Fraktionen im abgeschotteten Bereich, bevor das eigentliche Bauteil fällt. Reine Entkernungen, bei denen nur der Innenausbau entfernt wird und das Tragwerk stehen bleibt, sind in NRW häufig nicht genehmigungspflichtig, während Vollabbrüche und bestimmte Teilabbrüche bei der Bauaufsicht des Kreises Recklinghausen anzeige- oder genehmigungspflichtig sein können. Diese Einordnung klären wir objektbezogen vorab und schützen dabei in der dichteren Bebauung Statik, Nachbarhäuser und eng liegende Versorgungsleitungen. Asbesthaltige Arbeiten zeigen wir vor Beginn bei der Bezirksregierung Münster an, da Datteln zum Regierungsbezirk Münster gehört.
In den ländlich geprägten Ortsteilen Ahsen, Hagem und Pelkum ändert sich der Charakter der Aufgabe noch einmal. Hier dominieren Hofstellen, Scheunen und Stallungen mit großflächigen Welleternit- und Asbestzement-Dächern sowie Faserzement-Fassaden. Solche festgebundenen Wellplatten nehmen wir vor dem Abbruch des Gebäudes kontrolliert und faserarm ab und melden die Asbestarbeiten nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Münster an, bevor das Mauerwerk oder Holztragwerk zurückgebaut wird. Auch bei gewerblichen Hallen und Werksgebäuden rund um die Kanäle und das Kraftwerksumfeld – Datteln 4 prägt die Silhouette der Stadt – fallen großvolumige Wellasbest-Dächer, asbesthaltige Rohr- und Anlagendichtungen sowie KMF-Dämmungen an, die vor dem Rückbau der Tragkonstruktion zu entfernen sind. Über alle Lagen hinweg trennen wir die Abbruchmassen schon vor Ort sortenrein nach Bauschutt, Holz, Metall, Gips und belasteten Fraktionen – das senkt die Entsorgungskosten und ist abfallrechtlich Pflicht. Über jede Fuhre erhalten Sie Entsorgungs- und Begleitscheine, und wir übergeben die Fläche besenrein. Weil Datteln unsere direkte Nachbarstadt ist, sind wir für Erkundung und Abbruchbegleitung mit sehr kurzen Wegen vor Ort.
Häufige Fragen: Abbrucharbeiten in Datteln
Warum steht vor dem Abbruch in Datteln immer eine Schadstofferkundung?
Weil ein Großteil des Dattelner Bestands – die Zechensiedlungen in Meckinghoven und Klostern, der Nachkriegs-Wohnbau in der Stadtmitte und die Hofstellen in Ahsen, Hagem und Pelkum – vor dem Asbestverbot 1993 errichtet wurde. In diesen Gebäuden sind Asbest, künstliche Mineralfasern (KMF), PAK und PCB verbreitet, oft verborgen unter mehreren Belagschichten, in Spachtelmassen, Dämmungen und Fugen. Vor jedem Rückbau oder jeder Entkernung erkunden wir deshalb die Bauteile, damit belastete Fraktionen nicht unkontrolliert in die Abbruchmassen geraten. Asbesthaltige Bauteile sanieren wir vorab nach TRGS 519 und zeigen die Arbeiten bei der Bezirksregierung Münster an, bevor der eigentliche bauliche Abbruch beginnt.
Wir wollen eine Scheune mit Welleternit-Dach in Ahsen oder Hagem abreißen – wie läuft das ab?
Bei Hofgebäuden, Scheunen und Stallungen in den ländlichen Ortsteilen Ahsen, Hagem und Pelkum mit großflächigen Welleternit- oder Asbestzement-Dächern nehmen wir die festgebundenen Wellplatten vor dem eigentlichen Abbruch kontrolliert und faserarm ab. Diese Asbestarbeiten melden wir nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Münster an. Anschließend folgt der Rückbau des Mauerwerks oder Holztragwerks, wobei wir Bauschutt, Holz, Metall und belastete Fraktionen sortenrein trennen. Sie erhalten die Entsorgungs- und Begleitscheine und eine besenreine Übergabe der Fläche. Weil Datteln unsere direkte Nachbarstadt ist, sind wir mit sehr kurzen Wegen schnell vor Ort.
Brauche ich für einen Abbruch oder eine Entkernung in Datteln eine Genehmigung?
Das hängt vom Umfang ab. Solange das Tragwerk steht und nur der Innenausbau herauskommt, ist eine reine Entkernung in NRW häufig nicht genehmigungspflichtig. Vollabbrüche und bestimmte Teilabbrüche können dagegen bei der Bauaufsicht des Kreises Recklinghausen, zu dem Datteln gehört, anzeige- oder genehmigungspflichtig sein. Wir klären diese Einordnung für Ihr Dattelner Objekt vorab und übernehmen die nötigen Schritte. Davon getrennt läuft die Asbest-Anzeige nach TRGS 519, die für anstehende Asbestarbeiten immer über die Bezirksregierung Münster geht.