Datteln ist die direkte Nachbarstadt von Marl – von unserem Firmensitz am Venusweg sind es nur rund sieben Kilometer beziehungsweise etwa zwölf Minuten Fahrt, weshalb kurzfristige Begehungen und ein Schwarzbereich auch in bewohnten Objekten unkompliziert planbar sind. Geprägt ist der Sanierungsbedarf zunächst durch die Bergbaugeschichte rund um die ehemalige Zeche Emscher-Lippe und die zugehörigen Zechen- und Arbeitersiedlungen. In den kleinteiligen Backstein-Reihenhäusern dieser Kolonien geht es heute meist nicht mehr um das Wellplattendach, sondern um den vollständigen Rückbau asbesthaltiger Innenbauteile – alte Fußbodenaufbauten mit schwarzem Bitumenkleber, Floor-Flex-Platten, Spachtelmassen hinter Wandverkleidungen sowie Asbestpappe hinter Heizkörpern und in Lüftungsschächten. Weil diese Häuser oft schmale Treppenhäuser und niedrige Decken haben, schotten wir den Schwarzbereich mit Personenschleuse und Unterdruckhaltung raum- oder etagenweise ab, sodass die angrenzenden Einheiten bewohnt bleiben können. Die objektbezogene Anzeige nach TRGS 519 reichen wir vor Arbeitsbeginn fristgerecht bei der Bezirksregierung Münster ein und schließen jede Maßnahme mit der Freimessung der Raumluft nach VDI 3492 ab.
Einen anderen Charakter hat die Asbestsanierung im verdichteten Nachkriegs-Wohnbau der Dattelner Stadtmitte sowie in den Geschosswohnbauten in Horneburg und Meckinghoven. In den Mietshauszeilen der 1950er- bis 1970er-Jahre sitzt Asbest häufig in gemeinschaftlich genutzten Bereichen – in Bodenbelägen von Treppenhäusern und Kellern, in Brandschutzverkleidungen sowie in Lüftungs- und Schachtbekleidungen. Hier wird oft nur eine einzelne Wohnung oder ein Treppenhaus saniert, während Nachbarn und Erdgeschoss-Gewerbe in Betrieb bleiben. Wir dichten Wohnungstüren und Schächte ab, halten den Arbeitsbereich über Unterdruckgeräte mit HEPA-Filterung dauerhaft unter Unterdruck und arbeiten abschnittsweise im bewohnten Zustand. So gelangen keine Fasern ins Treppenhaus oder in angrenzende Einheiten, und die übrigen Wohnungen bleiben während der Sanierung nutzbar. In Schul-, Verwaltungs- und Hallenbauten dieser Epoche liegt schwach gebundener Asbest dagegen oft hinter abgehängten Decken oder als Spritzasbest an Stahlträgern und erfordert eine vollständige Einhausung mit Personen- und Materialschleuse – solche Arbeiten melden wir bei der Bezirksregierung Münster an und belegen die Wiedernutzung mit einem Freimessprotokoll.
Ganz anders zeigt sich die Asbestsanierung in den ländlich geprägten Ortsteilen Ahsen, Hagem und Pelkum sowie in den Randlagen Markfeld, Klostern, Bockum und Natrop. Hier dominieren landwirtschaftliche Anwesen mit großflächigen Asbestzement-Dächern auf Scheunen, Ställen und Maschinenhallen sowie Faserzement-Wellplatten an Fassaden und Nebengebäuden. Dieser festgebundene Asbest erlaubt bei intakten, gut zugänglichen Flächen ein emissionsarmes Verfahren mit geringeren Schutzstufen; sobald Material jedoch verwittert, gebrochen oder fest mit anderen Bauteilen verbaut ist, greifen die strengeren Vorgaben der TRGS 519 mit Abschottung und Freimessung. Eine Besonderheit Dattelns ist die Lage am größten Kanalknotenpunkt Europas, wo Dortmund-Ems-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal und Wesel-Datteln-Kanal zusammentreffen, sowie das Kraftwerk Datteln 4 – im Umfeld dieser industriellen Zweck- und Hallenbauten finden sich neben Asbest häufig auch KMF-Dämmungen, die wir im selben Zug fachgerecht mitsanieren. Von Marl aus bündeln wir Probenahme, Anzeige bei der Bezirksregierung Münster, abgeschottete Sanierung und Entsorgungsnachweis zu einem planbaren Ablauf – für Eigentümer, Landwirte, Hausverwaltungen und Gewerbebetriebe in ganz Datteln. Durch die sehr kurzen Wege aus der Nachbarstadt sind dabei auch mehrere Vor-Ort-Termine ohne großen Aufwand möglich.
Häufige Fragen: Asbestsanierung in Datteln
Bei welcher Behörde wird eine Asbestsanierung in Datteln angezeigt?
Datteln gehört zum Kreis Recklinghausen und damit zum Regierungsbezirk Münster. Die objektbezogene Anzeige umfangreicher, anzeigepflichtiger Asbestarbeiten nach TRGS 519 läuft deshalb über die Bezirksregierung Münster als zuständige Arbeitsschutzbehörde. Diese Anzeige übernehmen wir für Sie und reichen sie vor Arbeitsbeginn fristgerecht ein – inklusive Arbeits- und Sicherheitsplan für Ihr Dattelner Objekt. Nach Abschluss erhalten Sie die vollständige Dokumentation mit Entsorgungsnachweis und Freimessprotokoll.
Können Sie in einer Dattelner Zechensiedlung sanieren, ohne dass die Nachbarn ausziehen müssen?
Ja. In den kleinteiligen Reihen- und Kolonienhäusern aus der Zeit der Zeche Emscher-Lippe schotten wir den betroffenen Bereich staubdicht als Schwarzbereich ab und arbeiten mit Schwarz-Weiß-Schleuse und Unterdruckhaltung. Dadurch lässt sich eine einzelne Wohneinheit oder ein Treppenhaus sanieren, während die angrenzenden Häuser bewohnt bleiben. Den belasteten Abschnitt geben wir erst nach Feinreinigung und erfolgreicher Freimessung nach VDI 3492 wieder frei. Den Ablauf stimmen wir vorab mit Eigentümern oder Hausverwaltung ab.
Auf unserem Hof in Ahsen oder Pelkum liegt ein großes Asbestzement-Dach – wie läuft die Sanierung ab?
Bei festgebundenem Asbestzement auf Scheunen-, Stall- oder Hallendächern in den ländlichen Ortsteilen arbeiten wir möglichst emissionsarm: Intakte Welleternit-Platten werden zerstörungsfrei demontiert, gefasst und als asbesthaltiger Abfall fachgerecht entsorgt. Ist das Material bereits verwittert oder gebrochen, gelten die strengeren Vorgaben der TRGS 519 mit zusätzlicher Abschottung. Den genauen Umfang legen wir bei einer Begehung vor Ort fest – von Marl aus sind wir als direkte Nachbarstadt in rund zwölf Minuten bei Ihnen. Anschließend erhalten Sie alle Nachweise für die ordnungsgemäße Entsorgung.