Den dichtesten Bestand an verklebten Altböden finden wir in der Dattelner Stadtmitte und im Nachkriegs-Wohnbau, der die Innenstadt nach 1945 wieder aufgefüllt hat. In diesen Mehrfamilien- und Reihenhäusern wurden Wohnungen über die Jahrzehnte mehrfach modernisiert, sodass heute oft mehrere Belagsschichten übereinanderliegen – ein neuerer Boden, darunter Reste des alten PVC- oder Linoleumbelags und dazwischen die schwarze Bitumenklebeschicht. Reißt man den obersten Belag heraus, kommt diese festsitzende Restschicht zum Vorschein, die bei Aufbauten bis in die 1990er Jahre häufig Asbest enthält. Wir nehmen deshalb vorab eine Materialprobe und lassen sie im Labor analysieren, bevor irgendein Werkzeug angesetzt wird. Erst mit dem Befund legen wir fest, ob und wie saniert wird – Abschleifen oder Stemmen auf Verdacht setzt nur unkontrolliert lungengängige Fasern frei. So wissen Sie als Eigentümer oder Hausverwaltung in der Stadtmitte genau, womit Sie es im Bodenaufbau zu tun haben.
Anders gelagert sind die Zechen- und Arbeitersiedlungen aus der Bergbauzeit der Zeche Emscher-Lippe sowie die ländlich geprägten Ortsteile Ahsen, Hagem und Pelkum mit ihren Höfen, Scheunen und Welleternit-Dächern. In den Bergmannshäusern und Siedlungswohnungen stoßen wir beim Öffnen alter Fußbodenaufbauten regelmäßig auf schwarzen Bitumenkleber unter Linoleum oder PVC – häufig im Zuge eines Heizungstauschs, einer Badsanierung oder beim Verlegen eines neuen Bodens. Weil diese Häuser meist bewohnt bleiben, planen wir die Klebersanierung raum- oder geschossweise: Wir schotten den Arbeitsbereich staubdicht ab, halten ihn über Unterdruckgeräte mit HEPA-Filterung unter Unterdruck und führen Personal und Material ausschließlich über die Schwarz-Weiß-Schleuse. So bleiben Treppenhaus und Nachbarräume in Horneburg, Markfeld oder Klostern frei von Fasern. Der Bitumenkleber wird kontrolliert vom Estrich gelöst und als asbesthaltiger Abfall verpackt entsorgt. Nach der Feinreinigung übergeben wir den Estrich belegreif, sodass Ihr Bodenleger direkt anschließen kann.
Vor Beginn der Arbeiten ist die Asbestsanierung bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde anzuzeigen – für Datteln als Stadt im Kreis Recklinghausen ist das die Bezirksregierung Münster. Diese Anzeige nach TRGS 519 melden wir vor Arbeitsbeginn objektbezogen an und stimmen den gesamten Ablauf darauf ab, sodass Sie als Eigentümer, Hausverwaltung oder Dattelner Gewerbebetrieb keinen Behördenweg selbst gehen müssen. Die kurzen Wege machen sich dabei bemerkbar: Datteln ist die direkte Nachbarstadt von Marl, sodass wir in Bockum, Natrop oder am größten Kanalknotenpunkt Europas rund um Dortmund-Ems-, Datteln-Hamm- und Wesel-Datteln-Kanal in gut zehn Minuten vor Ort sind. Das betrifft nicht nur Wohngebäude, sondern auch Verwaltungs-, Hallen- und Gewerbeobjekte im Umfeld von Hafen und Kraftwerk Datteln 4. Den staubdicht verpackten Kleberabfall entsorgen wir als asbesthaltigen Abfall (AVV 17 06 05*) mit lückenlosem Entsorgungsnachweis. Abgeschlossen wird jede Maßnahme mit einer Freimessung der Raumluft nach VDI 3492, die die faserfreie Wiedernutzung belegt.
Häufige Fragen: Bitumenkleber entfernen in Datteln
Ist der schwarze Kleber unter meinem alten Boden in Datteln wirklich asbesthaltig?
Sicher sagen lässt sich das nur mit einer Laboranalyse, aber bei Bodenaufbauten, die bis in die 1990er Jahre verlegt wurden, ist asbesthaltiger Bitumenkleber sehr verbreitet. Gerade in den mehrfach modernisierten Wohnungen der Dattelner Stadtmitte und in den Bergmannshäusern der Zeche Emscher-Lippe treffen wir solche Schwarzkleberschichten regelmäßig an. Wir entnehmen deshalb vorab eine Materialprobe und lassen den Asbestgehalt im Labor bestimmen. Erst mit diesem Ergebnis legen wir das weitere Vorgehen fest – Abschleifen oder Stemmen auf Verdacht kommen nicht infrage.
Können Sie den Bitumenkleber entfernen, während wir in unserer Dattelner Wohnung wohnen bleiben?
In den meisten Fällen ja. Durch die staubdichte Abschottung des betroffenen Raumes, die Unterdruckhaltung mit HEPA-Filterung und die Schwarz-Weiß-Schleuse nach TRGS 519 bleibt die Faserbelastung auf den abgeschotteten Bereich begrenzt. Gerade in den bewohnten Mehrfamilien- und Reihenhäusern in Stadtmitte, Horneburg oder Meckinghoven richten wir den Schwarzbereich raum- oder geschossweise ein, sodass Treppenhaus und Nachbarräume nutzbar bleiben. Welche Räume währenddessen nicht betreten werden können, klären wir vorab bei der Begehung mit Ihnen. Erst die Freimessung nach VDI 3492 gibt den Bereich wieder frei.
Wer meldet die Klebersanierung in Datteln bei der Behörde an?
Das übernehmen wir für Sie. Die anzeigepflichtige Entfernung des asbesthaltigen Bitumenklebers melden wir vor Arbeitsbeginn objektbezogen bei der Bezirksregierung Münster nach TRGS 519 an, die für Datteln als Stadt im Kreis Recklinghausen zuständig ist. Da unser Firmensitz im direkt angrenzenden Marl liegt und nur rund 7 km bzw. 12 Minuten entfernt ist, können wir Objekte in Ahsen, Pelkum oder Bockum kurzfristig besichtigen und Probenahme, Anzeige und Terminplanung zügig aufeinander abstimmen. Am Ende steht ein vollständiges Unterlagenpaket aus Anzeige, Entsorgungsnachweis (AVV 17 06 05*) und Freimessprotokoll. So können Sie die Sanierung bei Verkauf, Vermietung oder dem folgenden Bodenaufbau lückenlos belegen.