Castrop-Rauxel ist eine klassische Bergbaustadt, deren Substanz von den Zechen Erin, Victor und Ickern und den zugehörigen Koksbetrieben geprägt wurde – und genau dort liegt der Ursprung vieler PAK-Belastungen. Der in den Kokereien gewonnene Steinkohlenteer galt jahrzehntelang als preiswertes Binde- und Dichtmaterial und wurde in den zahlreichen Zechen- und Arbeitersiedlungen der Stadt reichlich verbaut. In den Kolonien und Reihenhauszeilen in Schwerin, Habinghorst und Ickern stoßen Eigentümer beim Entfernen alter Bodenbeläge regelmäßig auf schwarzen, teerartig riechenden Parkettkleber unter Holzpflaster oder Stabparkett. Der Leitparameter Benzo[a]pyren ist krebserzeugend und gelangt vor allem beim Anschleifen, Aufstemmen oder thermischen Bearbeiten als Staub oder Ausgasung in die Raumluft. Vor Beginn jeder Maßnahme entnehmen wir deshalb eine Materialprobe und lassen sie im Labor analysieren – erst auf Basis des Ergebnisses planen wir den emissionsarmen Ausbau, nicht nach Vermutung.
Im dichten Geschoss- und Reihenhaus-Nachkriegsbestand rund um Castrop-Mitte, Rauxel und Obercastrop sowie in den Gartenstadt-Anteilen der Stadt finden sich neben teerhaltigen Parkettklebern auch teerhaltige Dachpappen, Bitumenabdichtungen und gelegentlich Teerkork-Dämmungen aus der Bauphase bis etwa 1980. Bei Flachdächern, Kellerabdichtungen und Estrichaufbauten ist die fachgerechte, emissionsarme Entfernung entscheidend, weil mechanisches oder thermisches Bearbeiten die krebserzeugenden Verbindungen freisetzt. Wir arbeiten mit abgesaugten Maschinen, schotten den Arbeitsbereich ab und halten ihn bei Bedarf unter Unterdruck, damit keine belasteten Stäube in angrenzende Bereiche gelangen. Die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 551 (teer- und pechhaltige Stoffe) sind für uns verbindlich. Anders als bei Asbest greift hier nicht die TRGS 519 – PAK sind keine Fasern, sondern teerhaltige Verbindungen, was die Schutz- und Entsorgungswege bestimmt; entsorgt wird sortenrein nach LAGA und AVV mit lückenlosem Nachweis.
Das Spektrum in Castrop-Rauxel reicht von den älteren Kolonien über die Nachkriegsquartiere bis zu Industrie- und Hallenbeständen, etwa im Umfeld des Schiffshebewerks Henrichenburg und der umgenutzten Zechenflächen. In Henrichenburg, Bladenhorst, Behringhausen, Frohlinde, Merklinde und Dingen treffen wir bei Umbau, Revitalisierung oder Abriss regelmäßig auf teerhaltige Altabdichtungen an Dächern und Fundamenten oder auf alte Teerkork-Dämmungen aus der industriellen Nutzung. Da Castrop-Rauxel zum Kreis Recklinghausen gehört, wäre für anzeigepflichtige Asbestarbeiten die Bezirksregierung Münster die zuständige Arbeitsschutzbehörde – PAK-Arbeiten selbst sind nicht nach TRGS 519 anzeigepflichtig, unterliegen aber denselben hohen Sorgfaltsanforderungen. Von unserem Firmensitz am Venusweg 24 in Marl sind es nur rund 18 km bzw. 25 Minuten, sodass eine kurzfristige Begehung in den Stadtteilen meist zeitnah umsetzbar ist. Wir beraten Sie ehrlich, welche Schritte tatsächlich notwendig sind, und verzichten auf unnötige Maßnahmen.
Häufige Fragen: PAK-Sanierung in Castrop-Rauxel
Warum ist PAK in Castrop-Rauxeler Gebäuden so häufig anzutreffen?
Castrop-Rauxel war über Jahrzehnte eine Bergbaustadt – die Zechen Erin, Victor und Ickern und ihre Kokereien lieferten Steinkohlenteer, aus dem PAK stammen. Teerhaltige Kleber, Dachpappen und Dämmungen wurden in der Region günstig und reichlich verbaut, vor allem in Gebäuden vor etwa 1980. Besonders in den zahlreichen Zechen- und Arbeitersiedlungen in Schwerin, Habinghorst und Ickern sowie im Reihenhaus-Nachkriegsbestand treten diese Stoffe häufig auf. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse auf PAK und den Leitparameter Benzo[a]pyren.
Brauche ich für eine PAK-Sanierung in Castrop-Rauxel eine Anzeige bei der Bezirksregierung Münster?
Nein. Die Anzeigepflicht bei der Bezirksregierung Münster nach TRGS 519 betrifft Asbestarbeiten – und PAK ist kein Asbest. PAK-Arbeiten richten sich nach der Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 551 (teer- und pechhaltige Stoffe). Diese Regelwerke schreiben emissionsarmes Arbeiten, Abschottung und sortenreine Entsorgung nach LAGA/AVV vor. Welche Schutz- und Dokumentationspflichten konkret für Ihr Gebäude in Castrop-Rauxel gelten, hängt von Material, Menge und Bearbeitungsart ab – wir ordnen Ihr Vorhaben fachlich ein und setzen die Maßnahmen auch ohne formale Anzeigepflicht konsequent um. Bei kombinierten Befunden, etwa Asbest und PAK in einem Bauteil, klären wir beide Rechtsrahmen sauber ab.
Wie schnell ist Asbesta von Marl aus in Castrop-Rauxel vor Ort?
Unser Firmensitz liegt am Venusweg 24 in Marl, von dort beträgt die Anfahrt nach Castrop-Rauxel nur rund 18 km bzw. etwa 25 Minuten. Dadurch sind kurzfristige Ortstermine zur Probenahme und Begutachtung – ob in Castrop-Mitte, Habinghorst, Ickern oder Henrichenburg am Schiffshebewerk – gut planbar. Nach der Laboranalyse stimmen wir Abschottung, emissionsarmen Ausbau und sortenreine Entsorgung mit Ihnen ab. Asbesta ist überregional in NRW tätig, in Castrop-Rauxel profitieren Sie aber von der direkten Nähe. Vereinbaren Sie einfach telefonisch unter +49 2365 2960630 einen Termin.