Castrop-Rauxel ist eine klassische Bergbaustadt – die Zechen Erin, Victor und Ickern prägten über Jahrzehnte die Stadtentwicklung und damit auch den Bodenbestand. In den dichten Geschoss- und Reihenhausquartieren des Nachkriegsbestands rund um Castrop-Mitte, Habinghorst und Bladenhorst wurden Wohnungen seit den 1950er Jahren mehrfach modernisiert, sodass heute nicht selten mehrere Belagsschichten übereinanderliegen. Wird der oberste PVC- oder Linoleumboden herausgerissen, kommt darunter die festsitzende schwarze Bitumenklebeschicht zum Vorschein. In Aufbauten bis in die 1990er Jahre enthält dieser Schwarzkleber häufig Asbest, das beim Abschleifen oder Stemmen unkontrolliert lungengängige Fasern freisetzt. Wir nehmen deshalb vorab eine Materialprobe und lassen sie im Labor analysieren, bevor irgendein Werkzeug angesetzt wird. So legen wir das weitere Vorgehen in der typischen Bausubstanz der 1950er- bis 1980er-Jahre auf Basis eines gesicherten Befunds fest, statt zu raten.
Anders gelagert sind die zahlreichen Zechen- und Arbeitersiedlungen in Ickern, Schwerin, Habinghorst und Henrichenburg sowie die Gartenstadt-Anteile am Stadtrand. In diesen kleinteiligen Reihen- und Mehrfamilienhäusern stoßen wir beim Öffnen alter Fußbodenaufbauten regelmäßig auf schwarzen Bitumenkleber unter Linoleum oder PVC, häufig im Zuge eines Heizungstauschs, einer Badsanierung oder beim Verlegen eines neuen Bodens. Weil diese Häuser meist bewohnt bleiben, planen wir die Klebersanierung raum- oder geschossweise: Wir schotten den Arbeitsbereich staubdicht ab, halten ihn über Unterdruckgeräte mit HEPA-Filterung unter Unterdruck und führen Personal und Material ausschließlich über die Schwarz-Weiß-Schleuse. So bleiben Treppenhaus und Nachbarräume frei von Fasern, was gerade in den schmalen, niedrigen Bergmannshäusern entscheidend ist. Nach der Feinreinigung übergeben wir den Estrich belegreif, sodass Ihr Bodenleger direkt anschließen kann.
Die emissionsarme Entfernung selbst führen wir nach dem Verfahren BT 13 der TRGS 519 durch: Der Bitumenkleber wird unter Abschottung und Unterdruck kontrolliert vom Estrich gelöst und als asbesthaltiger Abfall (AVV 17 06 05*) staubdicht verpackt und mit lückenlosem Entsorgungsnachweis entsorgt. Vor Beginn der Arbeiten ist die Asbestsanierung bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde anzuzeigen – für Castrop-Rauxel als Stadt im Kreis Recklinghausen ist das die Bezirksregierung Münster. Diese Anzeige nach TRGS 519 übernehmen wir für Sie, sodass Sie als Eigentümer, Hausverwaltung oder Gewerbebetrieb keinen Behördenweg selbst gehen müssen. Neben dem Wohnungsbestand betrifft das auch Verwaltungs-, Schul- und Gewerbeobjekte im Umfeld der ehemaligen Zechenstandorte und nahe dem Schiffshebewerk Henrichenburg. Abgeschlossen wird jede Maßnahme mit einer Freimessung der Raumluft nach VDI 3492, die die faserfreie Wiedernutzung belegt. Von Marl aus sind wir in Frohlinde, Obercastrop, Merklinde oder Behringhausen in rund 25 Minuten vor Ort, sodass ein Ortstermin meist kurzfristig möglich ist.
Häufige Fragen: Bitumenkleber entfernen in Castrop-Rauxel
Ist der schwarze Kleber unter meinem alten Boden in Castrop-Rauxel wirklich asbesthaltig?
Sicher feststellen lässt sich das nur über eine Laboranalyse, aber bei Bodenaufbauten, die bis in die 1990er Jahre verlegt wurden, ist asbesthaltiger Bitumenkleber sehr verbreitet. Gerade in den vielfach modernisierten Wohnungen der Castrop-Rauxeler Zechen- und Arbeitersiedlungen in Ickern, Schwerin und Habinghorst treffen wir solche Schwarzkleberschichten regelmäßig an. Wir entnehmen deshalb vorab eine Materialprobe und lassen den Asbestgehalt im Labor bestimmen. Erst mit diesem Ergebnis legen wir das weitere Vorgehen fest – voreiliges Abschleifen oder Stemmen kommt nicht infrage, weil dabei lungengängige Fasern frei werden.
Kann der Bitumenkleber entfernt werden, während wir in unserer Wohnung in Castrop-Mitte oder Habinghorst wohnen bleiben?
In den meisten Fällen ja. Durch die staubdichte Abschottung des betroffenen Raumes, die Unterdruckhaltung und die Schwarz-Weiß-Schleuse nach TRGS 519 bleibt die Faserbelastung auf den abgeschotteten Bereich begrenzt. Das ist im dichten Geschoss- und Reihenhausbestand von Castrop-Rauxel wichtig, damit Nachbarwohnungen und das Treppenhaus unbelastet bleiben. Wir arbeiten die Fläche raum- oder geschossweise ab und klären vorab mit Ihnen, welche Räume währenddessen nicht nutzbar sind. Erst die Freimessung der Raumluft nach VDI 3492 gibt den Bereich wieder frei.
Wer meldet die Klebersanierung in Castrop-Rauxel bei der Behörde an?
Das übernehmen wir für Sie. Vor Arbeitsbeginn zeigen wir die anzeigepflichtige Entfernung des asbesthaltigen Bitumenklebers objektbezogen bei der Bezirksregierung Münster an, der nach TRGS 519 zuständigen Arbeitsschutzbehörde für Castrop-Rauxel im Kreis Recklinghausen. Zur Übergabe gehören die Anzeige, der Entsorgungsnachweis (AVV 17 06 05*) und das Freimessprotokoll. Verkauf, Vermietung oder der anschließende Bodenaufbau lassen sich damit sauber belegen. Da wir im nahen Marl sitzen, lassen sich Probenahme, Anzeige und Terminplanung zügig aufeinander abstimmen.