Die typische Duisburger Fundstelle für Floor-Flex liegt im stahlgeprägten Norden und Westen: In den ausgedehnten Werks- und Arbeitersiedlungen rund um die Thyssenkrupp-Standorte in Hamborn und Bruckhausen, in Marxloh und Meiderich sowie in den Krupp-Siedlungen von Rheinhausen wurden in den Modernisierungswellen der 1960er- und 1970er-Jahre flächendeckend Vinyl-Asbest-Platten verlegt. Verbaut wurden die quadratischen 25-x-25- und 30-x-30-cm-Platten in Küchen, Fluren und Wohnräumen der kleinteiligen Werkswohnungen, oft direkt auf den vorhandenen Nachkriegsestrich geklebt. Der darunterliegende schwarze Cutback-Kleber haftet auf diesem rauen Untergrund besonders zäh und ist zugleich der kritischere, schwächer gebundene Teil der Belastung. Wir nehmen hier zuerst eine Probe von Platte und Kleber, weil sich die Asbestbelastung in den Hüttensiedlungen fast immer auf beide Schichten erstreckt, und entfernen anschließend beide Lagen bis zum belegreifen Estrich.
Eine Duisburger Besonderheit sind die durchgehend bewohnten Geschoss- und Mehrparteienhäuser des dichten Nachkriegswohnbaus, etwa in Hochfeld, Wanheimerort und Marxloh. Liegen Floor-Flex und schwarzer Kleber im gemeinschaftlich genutzten Treppenhaus, auf Podesten oder in Kellerabgängen, betrifft die Sanierung die ganze Hausgemeinschaft und meist die Hausverwaltung oder WEG. Über Jahrzehnte stark begangene Treppenbeläge sind häufig abgenutzt, gerissen oder teilweise herausgebrochen - genau dann wird der fest gebundene Asbest der Platte und der Kleber darunter zum Problem. Wir schotten den Arbeitsbereich staubdicht ab, schützen Wohnungstüren und Kellerzugänge und entfernen die Platten podest- oder etagenweise, sodass der Aufgang für die übrigen Bewohner nutzbar bleibt. Flucht- und Rettungswege halten wir dabei frei und reinigen jeden Abschnitt vor der Freigabe.
Auch außerhalb des reinen Werks- und Geschosswohnungsbaus ist Floor-Flex in Duisburg ein Thema. In den gründerzeitlichen Quartieren von Neudorf und Duissern taucht es regelmäßig in nachträglich modernisierten Etagenwohnungen und in Treppenhäusern auf, in der City und in den Gewerbegebieten rund um den größten Binnenhafen der Welt zudem in Büro-, Verwaltungs- und Hafenrandgebäuden der 1960er- bis 1980er-Jahre. Dort liegen die Platten oft großflächig in Fluren und Nebenräumen, teils unter später verlegtem Teppich oder PVC verborgen. Bei laufendem Betrieb planen wir die Plattenentfernung abschnittsweise und außerhalb der Nutzungszeiten. Die anzeigepflichtigen Arbeiten melden wir nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Düsseldorf an - Duisburg gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf - und übergeben Entsorgungsnachweis samt Schlussdokumentation, auf Wunsch mit Freimessung nach VDI 3492.
Häufige Fragen: Floor-Flex entfernen in Duisburg
Unter dem alten Bodenbelag in meiner Wohnung in Marxloh oder Rheinhausen kamen quadratische Platten zum Vorschein - ist das Floor-Flex?
In den Werks- und Arbeitersiedlungen rund um die Duisburger Hütten, etwa in Hamborn, Marxloh, Meiderich oder Rheinhausen, ist das ein sehr typischer Floor-Flex-Verdacht: quadratische 25-x-25- oder 30-x-30-cm-Platten samt schwarzem Bitumenkleber, oft unter später verlegtem PVC, Teppich oder Laminat. Hebeln oder schleifen Sie nichts heraus. Wir entnehmen bei der kostenfreien Besichtigung eine Probe von Platte und Kleber und lassen sie im Labor prüfen, bevor wir bei bestätigtem Asbest nach TRGS 519 entfernen.
Bei welcher Behörde wird die Floor-Flex-Entfernung in Duisburg angezeigt?
Duisburg gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf, deshalb läuft die Anzeige anzeigepflichtiger Asbestarbeiten nach TRGS 519 über die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Arbeitsschutzbehörde. Wir übernehmen diese Anzeige für Sie und reichen sie vor Arbeitsbeginn ein. Nach Abschluss erhalten Sie eine vollständige Dokumentation mit Entsorgungsnachweis für die fachgerecht beseitigten Platten und den Kleber.
Wir sind eine WEG in Duisburg - der Floor-Flex-Belag liegt im gemeinsamen Treppenhaus. Wie läuft das ab?
Treppenhäuser und Hauseingänge sind in den dichten Duisburger Nachkriegs- und Werkswohnbeständen ein typischer Fall, weil der Belag dort stark abgenutzt und oft schon gebrochen ist. Wir arbeiten podest- oder etagenweise, schotten den Bereich emissionsarm ab, schützen Wohnungstüren und Kellerzugänge und halten Flucht- und Rettungswege frei, sodass das Treppenhaus möglichst nutzbar bleibt. Da es sich um Gemeinschaftseigentum handelt, erhalten Sie eine Dokumentation zur Vorlage in der Eigentümerversammlung.