Vor jeder Sanierung in Solingen steht die Materialanalyse: Wir prüfen im Labor, ob tatsächlich Asbest vorliegt und ob es sich um fest oder schwach gebundenes Material handelt. Schwach gebundener Asbest – etwa in alten Spritzputzen, Leichtbauplatten oder Brandschutzverkleidungen – ist besonders kritisch und fällt klar unter die anzeigepflichtige Sanierung nach TRGS 519. Erst nach dem Befund planen wir den Schwarzbereich, die Unterdruckhaltung und die Personenschleuse. Diese gerätegestützte Abschottung verhindert, dass Fasern in angrenzende Wohnbereiche oder die Nachbarschaft gelangen, und ist die Grundlage für eine rechtssichere Durchführung in Ihrem Solinger Objekt.
Solingens Bausubstanz ist stark von der Klingen- und Werkzeugindustrie sowie vom Nachkriegsbau in Hanglage geprägt. In ehemaligen Werkstätten, Fabrikgebäuden und Wohnhäusern der 1950er- bis 1980er-Jahre finden sich häufig asbesthaltige Materialien – von Floor-Flex-Platten und Bitumenklebern in Böden bis zu Welleternit an Dächern und Fassaden. In den bergischen Hofschaften und Höhscheider Hanglagen erschweren beengte Zufahrten und Schieferfassaden die Arbeit zusätzlich. Wir planen Logistik, Schwarzbereich und Materialtransport vorab so, dass auch in Wald, Mitte oder Gräfrath ein geordneter, staubdichter Ablauf gewährleistet ist.
Für jede anzeigepflichtige Asbestsanierung in Solingen ist die Bezirksregierung Düsseldorf die zuständige Arbeitsschutzbehörde. Wir übernehmen die objektbezogene Anzeige nach TRGS 519 fristgerecht und dokumentieren Schutzmaßnahmen, Entsorgungswege und die Freimessung lückenlos. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt die Freimessung der Raumluft nach VDI 3492 – erst wenn die Faserkonzentration unter dem Grenzwert liegt, geben wir den Bereich frei. Sie erhalten eine vollständige Dokumentation. Bitte beachten Sie: Asbesta hat seinen Sitz in Marl, rund 65 km von Solingen entfernt, und ist von dort in ganz NRW im Einsatz – kein Büro vor Ort.
Häufige Fragen: Asbestsanierung in Solingen
Was kostet eine Asbestsanierung nach TRGS 519 in Solingen?
Die Kosten hängen von Materialart, Menge und Zugänglichkeit ab – ein abgeschotteter Schwarzbereich mit Unterdruck in einer Höhscheider Hanglage ist aufwendiger als eine kleine Bodenfläche. Eine belastbare Zahl setzt deshalb die Kenntnis des Objekts voraus. Verbindlich nennen wir den Festpreis erst nach einer kostenlosen Besichtigung vor Ort.
Muss die Sanierung in Solingen bei einer Behörde angezeigt werden?
Ja. Anzeigepflichtige Asbestarbeiten nach TRGS 519 müssen vor Beginn bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde angezeigt werden – für Solingen ist das die Bezirksregierung Düsseldorf. Diese objektbezogene Anzeige mit Schutzkonzept und Entsorgungsnachweis übernehmen wir vollständig für Sie, damit der Ablauf rechtssicher und fristgerecht erfolgt.
Sind Floor-Flex und KMF-Dämmung dasselbe wie Asbest?
Nein, das muss man klar trennen. Floor-Flex-Platten und ihr Bitumenkleber enthalten oft Asbest und fallen unter TRGS 519. Künstliche Mineralfasern (KMF) in Dämmungen werden dagegen nach TRGS 521 behandelt, PAK in alten Teer-Klebern nach TRGS 524/551 – beides ist kein Asbest. In Solinger Altbauten treten diese Schadstoffe häufig gemeinsam auf, weshalb wir vorab analysieren.