In der Düsseldorfer Innenstadt fällt Asbestsanierung selten am freistehenden Einzelhaus an, sondern fast immer im laufenden Betrieb: in bewohnten Mehrparteienhäusern in Pempelfort, Unterbilk oder Friedrichstadt, in Geschäfts- und Bürolagen rund um Kö, Berliner Allee und Bahnhofsviertel. Das prägt die Art, wie wir nach TRGS 519 arbeiten - der Schwarzbereich muss so abgeschottet werden, dass Treppenhaus, Nachbarwohnungen oder angrenzende Mieteinheiten ungestört bleiben. Wir planen die Sanierung deshalb häufig als abgeschotteten Teilbereich mit eigener Personen- und Materialschleuse, halten Unterdruck gegenüber den genutzten Zonen und stimmen Anlieferung sowie Abtransport auf enge Hinterhöfe, beengte Parksituationen und Bewirtschaftungszeiten ab.
Eine Düsseldorfer Besonderheit ist die hohe Dichte an Bürohochhäusern und Geschäftsbauten der 1960er- und 1970er-Jahre - Banken, Versicherungen, Verwaltungs- und Handelsflächen. In diesen Stahlskelett- und Stahlbetonbauten wurde Brandschutz häufig über Spritzasbest und asbesthaltige Brandschutzplatten an Stützen, Trägern und in abgehängten Decken realisiert. Das ist schwach gebundener Asbest und damit der anspruchsvollste Sanierungsfall: Solche Arbeiten führen wir grundsätzlich vollständig eingehaust unter Unterdruck mit Schwarz-Weiß-Schleuse und mehrstufiger Abluftfilterung aus und schließen sie mit einer Freimessung nach VDI 3492 ab, bevor Etagen oder Mietflächen wieder genutzt werden. Bei Umbau, Mieterwechsel oder Revitalisierung dieser Bestände ist eine vorgezogene Schadstofferkundung praktisch immer der erste Schritt.
Die Anzeige der Sanierung erfolgt für Düsseldorfer Objekte bei der für die Stadt zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf - das übernehmen wir objektbezogen für Sie, bevor die Arbeiten beginnen. Im gründerzeitlichen Altbestand (Flingern, Bilk, Oberkassel) stammen die typischen Funde nicht aus dem Originalbau, sondern aus späteren Modernisierungen: Floor-Flex-Platten mit schwarzem Bitumenkleber, asbesthaltige Fliesen- und Spachtelmassen sowie Brandschutzverkleidungen in Treppenhäusern. In Stadtrand- und Gewerbelagen wie Gerresheim, Reisholz oder den Hafenrandbereichen kommen eher Welleternit-Dächer und Asbestzement-Fassadenplatten an Neben-, Werkstatt- und Hallengebäuden hinzu, die wir emissionsarm demontieren und als gefährlichen Abfall entsorgen.
Häufige Fragen: Asbestsanierung in Düsseldorf
Können Sie eine Asbestsanierung in einem bewohnten Düsseldorfer Mehrparteienhaus durchführen?
Ja. Gerade in der Innenstadt und in Vierteln wie Pempelfort oder Unterbilk sanieren wir regelmäßig einzelne Wohnungen oder Bereiche, während das übrige Haus bewohnt bleibt. Wir richten den betroffenen Bereich als abgeschotteten Schwarzbereich mit eigener Schleuse und Unterdruckhaltung ein, sodass keine Fasern in Treppenhaus oder Nachbarwohnungen gelangen. Nach der Freimessung nach VDI 3492 wird der Bereich wieder freigegeben.
Wer ist bei einer Asbestsanierung in Düsseldorf die zuständige Behörde für die Anzeige?
Für Objekte in Düsseldorf ist die Bezirksregierung Düsseldorf zuständig. Anzeigepflichtige Asbestarbeiten nach TRGS 519 melden wir dort vor Beginn objektbezogen an. Diese Anzeige sowie die zugehörige Dokumentation übernehmen wir als Fachbetrieb nach GefStoffV für Sie.
Im Düsseldorfer Bürohochhaus aus den 1970ern soll umgebaut werden - womit ist beim Asbest zu rechnen?
In Stahlskelett- und Stahlbetonhochhäusern dieser Zeit wurde der Brandschutz oft über Spritzasbest und asbesthaltige Brandschutzplatten an Stützen, Trägern und in abgehängten Decken hergestellt - schwach gebundener Asbest, der besonders sorgfältig saniert werden muss. Wir erkunden vor dem Umbau den Bestand, sanieren die betroffenen Etagen vollständig eingehaust unter Unterdruck und geben sie erst nach Freimessung nach VDI 3492 wieder frei.