Ein typischer Auftrag in Detmold beginnt mit der kostenlosen Besichtigung und einer Materialprobe der Fassadenplatten, da sich Asbestzement optisch kaum von neueren Faserzementplatten unterscheidet. Fällt der Befund positiv aus, erstellen wir die objektbezogene Anzeige bei der Bezirksregierung Detmold, der für Detmold zuständigen Arbeitsschutzbehörde. Erst danach beginnt der Ausbau. Die Platten werden möglichst zerstörungsfrei vom Untergrund gelöst, staubarm gehandhabt und in zugelassenen Big Bags verpackt. Sie erhalten anschließend einen Entsorgungsnachweis für Ihre Unterlagen.
Detmolds Bausubstanz prägt die Arbeit spürbar: In den Wohnsiedlungen der 1950er- bis 1980er-Jahre in Heidenoldendorf, Pivitsheide und Remmighausen tragen viele Wohnhäuser und Giebel großformatige Asbestzement-Fassadenplatten, während ältere Gebäude in der Innenstadt und in Ortsteilen wie Hiddesen oft mit kleinteiligen Asbestzementschindeln verkleidet sind. Beengte Innenstadtlagen und denkmalnahe Fassaden bedeuten häufig anspruchsvolle Gerüststellungen. Wir stimmen die Demontage daher früh mit dem Gerüstbau ab, damit der Ausbau am Gerüst sicher und im Zeitplan abläuft.
Häufig ist der Plattenausbau der erste Schritt vor einer energetischen Fassadensanierung mit neuem Dämmsystem. Damit kein Verzug entsteht, koordinieren wir uns mit Ihrem Architekten oder dem ausführenden Fassadenbetrieb. Treffen wir hinter der Verkleidung zusätzlich Mineralfaserdämmung (KMF) an, ordnen wir diese klar der TRGS 521 zu - KMF ist kein Asbest, erfordert aber ebenfalls einen kontrollierten Ausbau. Auch alte teer- oder bitumenhaltige Kleber (PAK, TRGS 524) grenzen wir sauber ab, damit jede Schadstoffgruppe korrekt behandelt und getrennt entsorgt wird.
Häufige Fragen: Fassadenplatten ausbauen in Detmold
Wie erkenne ich, ob meine Fassadenplatten in Detmold Asbest enthalten?
Sicher nur über eine Materialanalyse. Asbestzementplatten wurden bis zum Totalverbot 1993 verbaut und sind mit bloßem Auge kaum von neueren Faserzementplatten zu unterscheiden. Bei vielen Detmolder Nachkriegsbauten und älteren Gebäuden ist Asbest wahrscheinlich. Wir nehmen bei der Besichtigung eine Probe und lassen sie im Labor prüfen, bevor gearbeitet wird.
Müssen die Arbeiten in Detmold einer Behörde gemeldet werden?
Ja. Der Ausbau asbesthaltiger Fassadenplatten ist nach TRGS 519 anzeigepflichtig. Praktischerweise sitzt die zuständige Arbeitsschutzbehörde - die Bezirksregierung Detmold - direkt in der Stadt. Die objektbezogene Anzeige samt Unterlagen reichen wir für Sie ein, bevor die Arbeiten beginnen.
Kann der Plattenausbau direkt vor der neuen Fassade erfolgen?
In der Regel ja. Der Asbestausbau ist meist der erste Schritt vor der energetischen Sanierung. Wir stimmen Demontage und Gerüstnutzung mit Ihrem Fassadenbetrieb ab, gerade in Detmolds engen Innenstadtlagen und an denkmalnahen Fassaden. So übergeben wir einen sauberen, freigemessenen Untergrund, auf dem das neue Dämmsystem ohne Verzug aufgebaut werden kann.