Anders als asbesthaltige Wellplatten oder Floor-Flex-Böden steckt alte KMF in Herten meist nicht im Originalbau der Bergbau-Epoche, sondern in den späteren Aus- und Umbauten. In den typischen ein- bis zweigeschossigen Zechen- und Bergarbeiterhäusern der Siedlungen rund um Ewald, Schlägel & Eisen und die ehemalige Zeche Westerholt wurden die ungenutzten Spitzböden in den 1970er- und 1980er-Jahren reihenweise zu Wohnraum ausgebaut. Genau dort - zwischen den Sparren der Dachschrägen, in der obersten Geschossdecke und in nachträglich eingezogenen Trockenbauwänden - finden wir heute die vor 1996 hergestellte Glas- und Steinwolle, die nach TRGS 521 als krebsverdächtig gilt und beim Rückbau staubarm entnommen werden muss.
Ein zweiter Schwerpunkt sind die Zwischendecken und abgehängten Decken. In den Verwaltungs-, Werkstatt- und Sozialgebäuden der ehemaligen Hertener Schachtanlagen sowie in Schul-, Vereins- und Geschäftsbauten der Nachkriegsjahrzehnte wurde Mineralwolle als Schall- und Brandschutzdämmung über abgehängten Decken, in Installationsschächten und rund um alte Heizungs- und Lüftungsleitungen verbaut. Bei Entkernung, Deckenrückbau oder einem Heizungstausch wird diese Dämmung freigelegt - wir schotten den Bereich ab, saugen mit Entstaubern der Staubklasse H ab und verpacken die Fasern staubdicht, damit sie sich nicht über das ganze Gebäude verteilen.
Eine Hertener Besonderheit ist das denkmalgeschützte Alte Dorf Westerholt mit seinen Fachwerk- und Altbauten. Hier liegt der KMF-Bedarf weniger im Asbest als in den energetischen Nachrüstungen vergangener Jahrzehnte: alte Glaswolle zwischen Dachgebälk, in Gefachen und hinter Verkleidungen, die im Zuge denkmalverträglicher Sanierungen entfernt werden soll. Wir arbeiten dort besonders behutsam und entnehmen die Dämmung möglichst zusammenhängend, statt sie aufzureißen. Da unser Firmensitz im benachbarten Marl liegt - rund 8 km und etwa 15 Minuten entfernt -, sind wir für Ortstermine in allen Hertener Stadtteilen kurzfristig vor Ort.
Häufige Fragen: KMF-Sanierung in Herten
Wo tritt alte Mineralwolle in Hertener Häusern typischerweise auf?
Vor allem in den nachträglich ausgebauten Dachgeschossen der Zechen- und Bergarbeiterhäuser rund um Ewald, Schlägel & Eisen und Westerholt - also in Dachschrägen, der obersten Geschossdecke und Trockenbauwänden aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Dazu kommen Zwischendecken und Leitungsdämmungen in alten Zechen-Verwaltungs-, Schul- und Geschäftsbauten. Mineralwolle, die vor 1996 hergestellt wurde, gilt als krebsverdächtig und sollte nach TRGS 521 fachgerecht ausgebaut werden.
Wir bauen unser Dachgeschoss in Langenbochum oder Disteln aus - muss die alte Dämmung fachgerecht entfernt werden?
Wenn die vorhandene Dämmung vor 1996 eingebaut wurde, ja. Beim Herausreißen alter Glas- oder Steinwolle aus den Dachschrägen werden große Mengen lungengängiger Fasern frei. Wir beurteilen die Dämmung zunächst nach Einbaujahr und Zustand, bauen sie dann staubarm mit Absaugung aus und entsorgen sie mit Entsorgungsnachweis - so können Sie den Dachausbau anschließend mit neuer, unbedenklicher Dämmung sauber aufbauen.
Können Sie KMF in den denkmalgeschützten Häusern im Alten Dorf Westerholt entfernen?
Ja. Im historischen Ortskern von Westerholt arbeiten wir unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes besonders behutsam. Wir entnehmen alte Glaswolle aus Dachgebälk, Gefachen und Verkleidungen möglichst zusammenhängend und staubarm, ohne die erhaltenswerte Substanz unnötig zu beschädigen, und stimmen das Vorgehen mit den Auflagen ab.