In Herten unterscheidet sich die Asbestsanierung deutlich nach Bautyp. Die kleinteiligen Backstein-Reihenhäuser der Bergarbeiterkolonien rund um Ewald, Schlägel & Eisen und in Disteln werden heute meist im Bestand kernsaniert: Hier geht es weniger um das Abnehmen eines Daches, sondern um den vollständigen Rückbau asbesthaltiger Innenbauteile - alte Fußbodenaufbauten mit Bitumenkleber, Spachtelmassen hinter Wandverkleidungen, Fensterbänke und Reste alter Nachtspeicheröfen. Weil diese Häuser oft schmale Treppenhäuser und niedrige Decken haben, planen wir den abgeschotteten Schwarzbereich mit Personenschleuse und Unterdruckhaltung passgenau für wenige Quadratmeter, ohne die angrenzenden bewohnten Einheiten zu beeinträchtigen.
Einen anderen Charakter hat die Asbestsanierung in den verdichteten Geschosswohnungs- und Hochhausquartieren, etwa am Paschenberg oder in den Siedlungszeilen in Herten-Süd und Scherlebeck. In Mehrfamilienhäusern dieser Jahrgänge sitzen asbesthaltige Materialien häufig in gemeinschaftlich genutzten Bereichen - in Bodenbelägen der Treppenhäuser und Keller, in Brandschutzverkleidungen sowie in Lüftungs- und Schachtbekleidungen. Solche Sanierungen koordinieren wir eng mit Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen, oft etagenweise und im bewohnten Zustand, damit Mieterinnen und Mieter während der staubdichten Demontage in ihren Wohnungen bleiben können.
Ein für Herten besonderer Anlass sind die umgenutzten Bergbauflächen wie der Zukunftsstandort Ewald und gewerbliche Hallen in Langenbochum und Bertlich. Werden alte Werks-, Lager- und Verwaltungsgebäude für neue Nutzungen ertüchtigt oder abgebrochen, fällt vorab eine umfangreiche Asbestsanierung an: großflächige Boden- und Wandbeschichtungen, Brandschutzaufbauten und Rohrisolierungen müssen vor dem eigentlichen Umbau entfernt und über die zuständige Bezirksregierung angezeigt werden. Auch in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kitas aus den 1960er- und 1970er-Jahren übernehmen wir die abschnittsweise Sanierung in den Ferienzeiten - inklusive Freimessung nach VDI 3492 vor der Wiederbelegung.
Häufige Fragen: Asbestsanierung in Herten
Können Sie in Herten in einer bewohnten Zechensiedlung sanieren, ohne dass die Nachbarn ausziehen müssen?
Ja. In den Reihenhaus- und Kolonienzeilen rund um Ewald und Schlägel & Eisen schotten wir den betroffenen Bereich staubdicht ab und arbeiten mit Unterdruckhaltung und Personenschleuse. Dadurch lässt sich eine einzelne Wohneinheit sanieren, während die angrenzenden Häuser bewohnt bleiben. Die abschließende Freimessung belegt, dass der Bereich wieder gefahrlos nutzbar ist.
Wer meldet die Asbestsanierung bei der Behörde an, wenn ich in Herten saniere?
Das übernehmen wir für Sie. Anzeigepflichtige Asbestarbeiten in Herten melden wir objektbezogen bei der zuständigen Bezirksregierung Münster nach TRGS 519 an. Sie erhalten die vollständige Dokumentation mit Anzeige, Entsorgungsnachweis und Freimessprotokoll - wichtig etwa bei Verkauf, Vermietung oder Umnutzung ehemaliger Bergbauobjekte.
Wir wollen eine alte Halle auf einer ehemaligen Hertener Zechenfläche umnutzen - muss vorher saniert werden?
In der Regel ja. Bei Gebäuden auf Flächen wie dem Zukunftsstandort Ewald sind vor Umbau oder Abbruch häufig großflächige asbesthaltige Beschichtungen, Brandschutzaufbauten und Rohrisolierungen zu entfernen. Wir erkunden die Bauteile vorab, sanieren nach TRGS 519 und stimmen den Ablauf so ab, dass der anschließende Umbau oder Abbruch ohne Schadstoffrisiko starten kann.