Gelsenkirchen ist wie kaum eine andere Ruhrgebietsstadt vom Bergbau und vom raschen Wohnungsbau seiner Hochphase geprägt. Im dichten, abschnittsweise sanierten Geschosswohnungsbau von Schalke, Bismarck, Erle und Bulmke-Hüllen liegen Bodenaufbauten oft in mehreren Schichten übereinander: Über dem ursprünglichen Estrich folgten PVC, Cushion-Vinyl oder Linoleum, später kam ein neuer Belag direkt obenauf. Zwischen diesen Lagen steckt regelmäßig der schwarze Bitumenkleber – und gerade in Beständen, die bis in die 1990er mehrfach modernisiert wurden, ist mit asbesthaltigem Klebebitumen zu rechnen. Wir nehmen vor jeder Sanierung eine Materialprobe und lassen sie im Labor analysieren, statt auf den Augenschein zu vertrauen. Erst wenn klar ist, was im Boden liegt, planen wir den Abtrag. So vermeiden wir, dass eine vermeintlich harmlose Renovierung unbemerkt Fasern in die Wohnung trägt.
Auch die denkmalgeschützten Werkssiedlungen der Stadt verlangen besondere Sorgfalt. In der Siedlung Flöz Dickebank in Ückendorf, am Schüngelberg in Buer-Hassel oder im Quartier am Nordsternpark in Horst wurden über die Jahrzehnte einzelne Wohnungen modernisiert, ohne dass alte Klebeschichten je vollständig entfernt wurden. Bei der erhaltenswerten Substanz dieser Quartiere ist ein kontrollierter, emissionsarmer Abtrag besonders wichtig, damit weder Nachbarwohnungen noch der historische Bestand belastet werden. Wir entfernen den Bitumenkleber nach TRGS 519 im Verfahren BT 13: mit Abschottung des Arbeitsbereichs, Unterdruckhaltung und einer Schwarz-Weiß-Schleuse für das Personal. Der Estrich bleibt dabei erhalten und ist nach dem Abtrag belegreif. So lässt sich auch in sensiblen Beständen sauber weiterbauen.
Ein großer Teil unserer Gelsenkirchener Einsätze findet im bewohnten Zustand statt – sei es in einzelnen Mietwohnungen oder in Zweck- und Gewerbebauten der 1960er- bis 80er-Jahre entlang der Schalker Straße und an ehemaligen Zechenstandorten. Hier kommt es darauf an, den betroffenen Raum staubdicht vom übrigen Gebäude zu trennen, damit Bewohner und Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Asbest-Arbeiten zeigen wir vor Beginn fristgerecht bei der zuständigen Bezirksregierung Münster an, die in Gelsenkirchen die Arbeitsschutzaufsicht für solche Maßnahmen wahrnimmt. Von unserem Sitz am Venusweg in Marl sind wir in rund 25 Minuten und etwa 20 bis 26 Kilometer bei Ihnen in Gelsenkirchen. Zum Abschluss erfolgt eine Freimessung der Raumluft nach VDI 3492, bevor die Abschottung zurückgebaut wird. Erst dieser Nachweis bestätigt, dass der Raum wieder gefahrlos genutzt und neu belegt werden kann.
Häufige Fragen: Bitumenkleber entfernen in Gelsenkirchen
Ist der schwarze Bitumenkleber in alten Gelsenkirchener Wohnungen immer asbesthaltig?
Nicht zwingend, aber gerade in Beständen, die bis in die 1990er-Jahre verlegt oder modernisiert wurden, ist asbesthaltiger Klebebitumen häufig. In Gelsenkirchen betrifft das vor allem den mehrfach renovierten Geschosswohnungsbau in Schalke, Bismarck oder Erle, wo Belag- und Klebeschichten übereinanderliegen. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe mit Laboranalyse vor Beginn der Arbeiten. Wir entnehmen diese Probe für Sie und richten den weiteren Ablauf nach dem Ergebnis.
Können wir in der Wohnung bleiben, während der Bitumenkleber entfernt wird?
In vielen Fällen ja, da wir in Gelsenkirchen regelmäßig im bewohnten Zustand sanieren. Der betroffene Raum wird staubdicht abgeschottet und unter Unterdruck gehalten, sodass keine Fasern in die übrigen Wohnräume gelangen. Bei größeren Flächen oder mehreren betroffenen Räumen stimmen wir den Ablauf so ab, dass die Beeinträchtigung möglichst gering bleibt. Erst nach der Freimessung nach VDI 3492 geben wir den Bereich wieder frei.
Wo muss die Asbestsanierung in Gelsenkirchen angemeldet werden und wer übernimmt das?
Die Arbeiten mit asbesthaltigem Bitumenkleber sind nach TRGS 519 anzeigepflichtig und werden in Gelsenkirchen bei der Bezirksregierung Münster angezeigt. Diese Anzeige erstatten wir als ausführender Fachbetrieb fristgerecht - für Sie fällt dabei kein Papierkram an. Von unserem Standort in Marl sind wir in rund 25 Minuten vor Ort und können Termine entsprechend planen. Auf Wunsch erhalten Sie nach Abschluss die Freimessung als Nachweis für Vermieter, Eigentümer oder Folgegewerke.