In den Gelsenkirchener Zechen- und Werkssiedlungen, etwa rund um die ehemaligen Schächte in Schalke, Ückendorf und Hassel, gehören lange Garagenzeilen und gemeinschaftliche Hofgebäude zum Siedlungsbild. Deren Pultdächer wurden in den 1960er- und 1970er-Jahren reihenweise mit Asbestzement-Wellplatten gedeckt. Hier liegt der typische Welleternit-Ausbau in Gelsenkirchen: zusammenhängende Dachflächen mehrerer Eigentümer, bei denen wir die Platten Bahn für Bahn entnageln, statt sie zu brechen, und die freiliegende Unterkonstruktion gleich mit beurteilen.
Im weniger dicht bebauten Norden, in Buer, Resse und Scholven mit seinen Einfamilienhaus- und Reihenhauslagen, betrifft die Wellasbestsanierung dagegen meist private Carports, Gartenhäuser und Schuppendächer. Diese kleineren Flächen sind oft verwittert und bemoost, was die Faserfreisetzung beim Hantieren erhöht. Wir binden die Oberfläche vor dem Ausbau, lösen die Platten einzeln und verpacken sie staubdicht in BigBags oder reißfeste Gewebesäcke direkt am Objekt.
Ein Schwerpunkt in Gelsenkirchen sind außerdem die gewerblich und industriell genutzten Hallen entlang des Emscher-Industriebands und in den ehemaligen Zechenarealen. Hier finden sich großflächige Wellasbest-Dächer und Fassadenbahnen, häufig kombiniert mit Lichtbändern und alten Sandwichplatten. Für solche Objekte planen wir Gerüst, Sicherung gegen Durchsturz und die Entsorgungslogistik über die zugelassenen Deponien der Region; gearbeitet wird nach TRGS 519, die Demontage selbst läuft je nach Material nach TRGS 521 bzw. 524.
Häufige Fragen: Welleternit ausbauen in Gelsenkirchen
Müssen sich in einer Gelsenkirchener Zechensiedlung alle Garagen-Eigentümer beteiligen?
Nicht zwingend, aber es ist meist sinnvoll. Da die Wellasbestdächer in den Siedlungen oft als durchgehende Zeile gedeckt sind, lässt sich ein gemeinsamer Ausbau günstiger und mit einem einzigen Gerüst- und Entsorgungseinsatz erledigen. Wir können aber auch einzelne Garagenabschnitte sauber abgrenzen und nur Ihren Teil ausbauen. Auf Wunsch erstellen wir getrennte Angebote pro Eigentümer.
Wohin werden die Wellasbestplatten aus Gelsenkirchen entsorgt?
Asbestzement gilt als gefährlicher Abfall und darf nur auf dafür zugelassenen Deponien angenommen werden. Wir übernehmen die staubdichte Verpackung, den Transport und die Anlieferung an eine zugelassene Deponie im Ruhrgebiet und liefern Ihnen die Entsorgungsnachweise. Die Platten dürfen weder über den Gelsenkirchener Wertstoffhof noch über den Bauschutt entsorgt werden.
Brauche ich für den Wellasbest-Ausbau in Gelsenkirchen eine Anmeldung?
Ja. Arbeiten an asbesthaltigen Materialien sind nach Gefahrstoffverordnung der zuständigen Bezirksregierung anzuzeigen, in Gelsenkirchen ist das die Bezirksregierung Münster. Diese Anzeige übernehmen wir als zertifizierter Fachbetrieb für Sie, inklusive der erforderlichen Arbeits- und Schutzmaßnahmen nach TRGS 519. Sie müssen sich darum nicht selbst kümmern.