Der Geschosswohnungsbau der Nachkriegsjahrzehnte prägt weite Teile von Schalke, Bismarck, Bulmke-Hüllen und Erle. Bei Entkernungen in diesen Beständen treffen wir regelmäßig auf mehrere übereinanderliegende Belag- und Klebeschichten, die im Verbund verlegt wurden. Genau hier ist die Schadstofferkundung entscheidend, denn unter alten Bodenbelägen verbergen sich häufig asbesthaltige Flex-Platten oder schwarze, PAK-belastete Bitumenkleber. Solche Bauteile sanieren wir vorab nach TRGS 519 – inklusive Anzeige bei der Bezirksregierung Münster – bevor der eigentliche Innenausbau zurückgebaut wird. Das Tragwerk bleibt bei der Entkernung erhalten, sodass die Substanz für eine spätere Modernisierung nutzbar bleibt. So vermeiden wir, dass belastete Fraktionen unkontrolliert in den allgemeinen Bauschutt gelangen.
Eine Besonderheit Gelsenkirchens sind die denkmalgeschützten Werkssiedlungen wie Flöz Dickebank in Ückendorf, die Schüngelberg-Siedlung in Buer-Hassel oder das Quartier am Nordsternpark in Horst. Bei Eingriffen in solchen Beständen geht es selten um Vollabbruch, sondern um behutsamen Teilrückbau und Entkernung unter Erhalt der schützenswerten Strukturen. Wir sichern dabei Statik, Nachbarbebauung und Versorgungsleitungen und stimmen den Ablauf eng mit den denkmalrechtlichen Vorgaben ab. Auch hier gilt: Schadstoffhaltige Bauteile – etwa alte Dämmungen mit KMF oder PCB-belastete Fugendichtungen – werden vorab erkundet und separat saniert. Die Abbruchmassen trennen wir sortenrein vor Ort in Bauschutt, Holz, Metall, Gips und belastete Fraktionen. Das senkt die Entsorgungskosten und ist abfallrechtlich Pflicht.
Entlang der Schalker Straße und an ehemaligen Zechenstandorten stehen Zweck- und Gewerbebauten der 1960er bis 1980er Jahre, die heute oft für eine Neunutzung zurückgebaut werden. Bei diesen Hallen- und Industrieflächen sind asbesthaltige Wellplatten auf Dächern, Spritzasbest an Stahlträgern und KMF-Dämmungen typische Schadstofflagen, die vor dem Abbruch saniert werden müssen. Reine Entkernungen sind in NRW meist nicht genehmigungspflichtig, Vollabbrüche und bestimmte Teilabbrüche dagegen häufig anzeige- oder genehmigungspflichtig bei der städtischen Bauaufsicht Gelsenkirchen. Wir klären diese Pflichten im Vorfeld und kümmern uns um die korrekte Asbest-Anzeige nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Münster. Über die gesamte Entsorgung führen wir Entsorgungs- und Begleitscheine und dokumentieren den Verbleib der belasteten Fraktionen lückenlos. Am Ende übergeben wir die Fläche besenrein, sodass die Anschlussgewerke direkt aufsetzen können.
Häufige Fragen: Abbrucharbeiten in Gelsenkirchen
Brauche ich für einen Abbruch in Gelsenkirchen eine Genehmigung?
Das hängt vom Umfang ab: Reine Entkernungen, bei denen nur der Innenausbau entfernt wird und das Tragwerk stehen bleibt, sind in NRW meist nicht genehmigungspflichtig. Vollabbrüche und bestimmte Teilabbrüche sind dagegen häufig anzeige- oder genehmigungspflichtig bei der Bauaufsicht der Stadt Gelsenkirchen. Kommt asbesthaltiges Material ins Spiel, ist zusätzlich die Anzeige nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Münster erforderlich. Wir prüfen Ihr Vorhaben im Vorfeld und übernehmen die nötigen Anzeigen.
Warum ist vor dem Abbruch eines Gelsenkirchener Altbaus eine Schadstofferkundung nötig?
Weil ein Großteil der Gelsenkirchener Bausubstanz – etwa der Geschosswohnungsbau in Schalke und Bismarck oder Gewerbebauten an alten Zechenstandorten – vor 1995 errichtet wurde. In diesen Gebäuden sind Asbest, KMF, PAK und PCB verbreitet, oft verborgen unter mehreren Belagschichten oder in Dämmungen und Fugen. Vor dem Abbruch erkunden wir diese Bauteile, damit belastete Fraktionen vorab saniert und getrennt entsorgt werden. So schützen wir Beschäftigte und Nachbarschaft und erfüllen die abfallrechtlichen Vorgaben.
Sitzt Asbesta in Gelsenkirchen oder kommen Sie aus Marl?
Unser Firmensitz ist in Marl am Venusweg 24, wir sind aber überregional im Ruhrgebiet und in ganz NRW tätig. Gelsenkirchen erreichen wir in rund 25 Minuten, die Entfernung beträgt je nach Stadtteil etwa 20 bis 26 Kilometer. Diese Nähe erlaubt uns kurze Wege für Besichtigung, Schadstofferkundung und die Begleitung der Abbrucharbeiten vor Ort. Für ein Projekt in Buer, Ückendorf, Horst oder einem anderen Stadtteil sind wir damit schnell bei Ihnen.