Gelsenkirchen ist von Bergbau und Wiederaufbau geprägt, und genau dieses Bauerbe bestimmt, wo Asbestzement heute anfällt. In den Zechensiedlungen rund um Schalke, Ückendorf und Hassel finden wir typischerweise Welleternit auf Nebengebäuden, Wäschetrocken- und Geräteschuppen sowie kleine Asbestzement-Fensterbänke und Blumenkästen, die in den 1950er- und 1960er-Jahren zur Standardausstattung gehörten. Beim Ausbau gehen wir hier besonders behutsam vor, weil die schmalen Reihenhausgrundstücke und engen Hofzufahrten kaum Platz für Container und Schutzzonen lassen.
Im Nachkriegs-Geschosswohnungsbau und an den Zeilenbauten vieler Gelsenkirchener Quartiere treffen wir häufig auf großflächige Asbestzement-Fassadenplatten und Brüstungselemente sowie auf Faserzement-Lüftungskanäle in Bädern und innenliegenden Sanitärräumen. Diese Bauteile werden vor dem Rückbau befeuchtet, möglichst zerstörungsfrei demontiert und direkt staubdicht verpackt, damit keine Fasern in Treppenhaus oder Nachbarwohnungen gelangen. In Buer mit seinem gemischten Bestand aus Vorkriegs- und Nachkriegshäusern kommen zusätzlich Asbestzement-Dachplatten und Regenfallrohre dazu, die wir beim Ausbau separat erfassen.
Auch die gewerblich und industriell genutzten Lagen Gelsenkirchens spielen eine Rolle: An ehemaligen Werkstatt-, Lager- und Hallenbauten sowie auf Garagenhöfen sitzen Wellplatten, Lichtbänder-Einfassungen und Entlüftungsrohre aus Asbestzement, die wir vor Umnutzung oder Abriss kontrolliert entfernen. Für alle ausgebauten Faserzement-Bauteile organisieren wir die vorschriftsmäßige Verpackung und Entsorgung als gefährlichen Abfall über zugelassene Annahmestellen im Raum Recklinghausen und Emscher-Lippe.
Häufige Fragen: Asbestzement ausbauen in Gelsenkirchen
Wo kommt Asbestzement in Gelsenkirchener Häusern typischerweise vor?
Vor allem als Welleternit auf Schuppen und Garagen der Zechensiedlungen, als Fassaden- und Brüstungsplatten am Nachkriegs-Wohnungsbau sowie als Faserzementrohre und Lüftungskanäle in Kellern und Bädern. In Buer und Ückendorf finden sich zusätzlich Asbestzement-Dachplatten und Regenfallrohre an älteren Wohnhäusern.
Können enge Zechensiedlungs-Grundstücke den Ausbau erschweren?
Die schmalen Reihenhausgrundstücke und engen Hofzufahrten in Gelsenkirchener Siedlungen erfordern Planung, sind aber kein Hindernis. Wir richten platzsparende Schutz- und Verpackungszonen ein und stimmen Container-Standort und An- und Abtransport vorab mit Ihnen und gegebenenfalls den Nachbarn ab.
Wie werden ausgebaute Asbestzement-Bauteile in Gelsenkirchen entsorgt?
Faserzement-Platten, Rohre und Fensterbänke werden direkt vor Ort staubdicht in zugelassenem Bigbag oder Folie verpackt und als gefährlicher Abfall über zertifizierte Annahmestellen im Raum Recklinghausen und Emscher-Lippe entsorgt. Sie erhalten die Entsorgungsnachweise.