In Köln fällt die KMF-Sanierung besonders häufig in den Büro- und Verwaltungsbauten sowie den Nachkriegs-Hochhäusern der 1950er- bis 1980er-Jahre an - etwa im Umfeld der Ringe, in der City, in Deutz oder in den Gewerbegebieten von Ossendorf, Kalk und Porz. In genau diesen Gebäuden wurden abgehängte Decken, Trockenbauwände und Installationsschächte großflächig mit Glas- und Steinwolle gedämmt. Stammt diese Mineralwolle aus der Zeit vor 1996, gilt sie als krebsverdächtig und muss vor Umbau, Entkernung oder Nutzungsänderung - in Köln oft beim Umbau alter Bürogeschosse zu Wohnraum - fachgerecht entfernt werden.
Ein zweiter typischer Kölner Fall sind die nachträglich ausgebauten Dachgeschosse und gedämmten Dachschrägen in den dicht bebauten Quartieren von Ehrenfeld, Nippes, Sülz oder Lindenthal. Wurden hier in den 1970er- und 1980er-Jahren Spitzböden, Zwischendecken und Dachschrägen mit alter Mineralwolle ausgekleidet, setzt das spätere Herausreißen dieser Dämmung erhebliche Faserkonzentrationen frei. Wir entnehmen die Wolle in solchen beengten Altbau-Situationen möglichst zusammenhängend, saugen direkt am Entstehungsort mit Entstaubern der Staubklasse H ab und schotten den Bereich gegen die übrigen, oft bewohnten Geschosse ab.
Im gewerblich-industriellen Bestand am Stadtrand und in den Gewerbegürteln - etwa Richtung Rodenkirchen, Chorweiler oder in den Hallen von Kalk und Porz - findet sich alte KMF zudem als Rohr- und Anlagendämmung, hinter Heizkörpern und in technischen Zwischendecken. Bei laufendem Betrieb planen wir die Sanierung abschnittsweise, mit klarer Abschottung und bei höherer Faserfreisetzung mit Unterdruckhaltung und Schwarz-Weiß-Schleuse. Vorab klären wir per Materialbeurteilung, bei Bedarf mit Laboranalyse, ob krebsverdächtige alte oder unbedenkliche neuere Mineralwolle mit RAL-Gütezeichen vorliegt - in vielen Kölner Mischobjekten tritt KMF gemeinsam mit Asbest und PAK auf, sodass wir ein abgestuftes Konzept nach TRGS 519, 521 und 524 erstellen.
Häufige Fragen: KMF-Sanierung in Köln
In welchen Kölner Gebäuden findet man besonders häufig alte Mineralwolle?
Vor allem in den Büro- und Verwaltungsbauten sowie Nachkriegs-Hochhäusern der 1950er- bis 1980er-Jahre rund um die Ringe, in der City, in Deutz und in den Gewerbegebieten Ossendorf, Kalk und Porz. Dort steckt alte Glas- und Steinwolle in abgehängten Decken, Trockenbauwänden und Schächten. Hinzu kommen nachträglich gedämmte Dachgeschosse in Altbauquartieren wie Ehrenfeld, Nippes oder Sülz.
Wir bauen ein altes Kölner Bürogeschoss zu Wohnungen um - muss die Dämmung in den abgehängten Decken vorher raus?
Wenn die Glas- oder Steinwolle vor 1996 eingebaut wurde, gilt sie als krebsverdächtig und sollte vor dem Rückbau der abgehängten Decken fachgerecht nach TRGS 521 ausgebaut werden, da beim Öffnen und Demontieren lungengängige Fasern freigesetzt werden. Solche Umnutzungen alter Bürogeschosse zu Wohnraum sind in Köln verbreitet - wir klären das Einbaujahr vorab und entfernen die Dämmung staubarm, bevor der weitere Innenausbau beginnt.
Können Sie in einem bewohnten Kölner Mehrfamilienhaus die Dachschräge sanieren, ohne die Mieter zu stören?
Ja. Gerade in den dicht bebauten Quartieren von Ehrenfeld, Nippes oder Lindenthal arbeiten wir abschnittsweise und schotten den Arbeitsbereich gegen die bewohnten Geschosse ab. Die alte Mineralwolle wird möglichst zusammenhängend entnommen, direkt mit H-Klasse-Entstaubern abgesaugt und sofort staubdicht verpackt. So bleibt die Faserfreisetzung gering und das Treppenhaus sauber.