Im Oberhausener Wohnungsbestand fällt alte KMF vor allem dort an, wo in den 1970er- bis 1990er-Jahren nachträglich gedämmt wurde. In den dicht bebauten Geschosswohnungen aus dem Wiederaufbau in Lirich, Styrum, Alstaden oder Dümpten stecken Glas- und Steinwolle in nachgerüsteten Dachschrägen und obersten Geschossdecken, hinter abgehängten Zwischendecken, in Trockenbauwänden und als Rohr- und Heizkörperdämmung in den Kellern. Bei Dachausbau, Modernisierung oder dem Tausch alter Heizungsleitungen wird diese Dämmung freigelegt - genau hier setzt unsere Sanierung nach TRGS 521 an, mit Abschottung, H-Klasse-Absaugung und staubdichter Verpackung statt unkontrolliertem Herausreißen.
Anders liegt der Fall bei den Ein- und Zweifamilienhäusern in den Höhenlagen von Königshardt, Schmachtendorf, Holten und Klosterhardt. Dort sind in den letzten Jahrzehnten viele Spitzböden und Dachgeschosse zu Wohnraum ausgebaut worden; die ursprüngliche Zwischensparrendämmung aus alter Mineralwolle muss vor dem Neuausbau raus. Wir beurteilen zuerst anhand von Einbaujahr und Beschaffenheit, ob krebsverdächtige alte Fasern vorliegen, und grenzen sie bei Bedarf per Laborprobe von unbedenklicher, RAL-gekennzeichneter Wolle ab - damit Sie nur das sanieren lassen, was wirklich saniert werden muss.
Oberhausens industrielles Erbe rund um Gutehoffnungshütte, ehemalige Zechen und die Neue Mitte prägt eine zweite, sehr typische KMF-Lage: technische Dämmung in Werks-, Lager- und Hallenbauten. In Sterkrader Gewerbeobjekten und in älteren Hallen auf den umgenutzten Industrieflächen finden sich Mineralwolle in Sandwich- und Deckenkonstruktionen, in der Rohr- und Anlagendämmung sowie in haustechnischen Schächten. Bei Umnutzung, Sanierung oder Rückbau solcher Flächen übernehmen wir den geordneten Ausbau der alten KMF mit Unterdruckhaltung, Entsorgung über zugelassene Wege und lückenloser Dokumentation - abgestimmt auf den oft laufenden Betrieb angrenzender Gewerbeeinheiten.
Häufige Fragen: KMF-Sanierung in Oberhausen
Wir wollen in unserem Haus in Schmachtendorf oder Königshardt das Dachgeschoss ausbauen - was passiert mit der alten Dämmwolle?
Bei Spitzböden und Dachausbauten in den Höhenlagen ist die vorhandene Zwischensparrendämmung oft alte Mineralwolle aus der Zeit vor 1996. Wir beurteilen sie nach Einbaujahr und Zustand, nehmen bei Unsicherheit eine Probe und bauen krebsverdächtige KMF nach TRGS 521 staubarm aus - bevor Ihre neue Dämmung eingebracht wird.
In einer alten Halle auf einer Industriefläche in Oberhausen ist Mineralwolle in Decke und Rohrdämmung verbaut - übernehmen Sie das?
Ja. Technische KMF-Dämmung in Hallen, Sandwichkonstruktionen, Rohr- und Anlagenleitungen rund um Sterkrade und die ehemaligen Zechen- und Hüttenflächen gehört zu unseren Standardarbeiten. Wir bauen sie mit Abschottung und H-Klasse-Absaugung aus, halten den Bereich bei Bedarf im Unterdruck und entsorgen mit Nachweis - auch im Zuge von Umnutzung oder Abbruch.
Mein Mehrfamilienhaus in Lirich oder Styrum bekommt neue Heizungsleitungen, dabei kommt alte Dämmwolle zum Vorschein - ist das gefährlich?
Glas- und Steinwolle aus den Wiederaufbaujahren an Rohren, Heizkörpern und Zwischendecken kann krebsverdächtige alte Fasern enthalten. Reißen Sie nichts heraus. Wir klären die Einstufung, bauen die KMF staubarm nach TRGS 521 aus und verpacken sie staubdicht - so bleibt die Faserfreisetzung in bewohnten Häusern gering.