Der Oberhausener Wohnungsbestand ist stark vom schnellen Wiederaufbau im zerstörten Alt-Oberhausen und von den Geschosswohnungen der Wirtschaftswunderjahre in Lirich, Styrum, Alstaden und Dümpten geprägt. Gerade in diesen Mietshauszeilen liegt der Schwarzkleber selten isoliert: Über einer alten Floor-Flex- oder Cushion-Vinyl-Lage der 1960er- und 1970er-Jahre wurde bei späteren Renovierungen oft ein zweiter Belag verklebt, sodass mehrere asbestverdächtige Schichten übereinanderliegen. Wird so ein Aufbau beim Sanieren nur oberflächlich abgezogen, bleibt der eigentliche Bitumenkleber als schwarze Schicht auf dem Estrich zurück und setzt beim späteren Schleifen Fasern frei. Wir öffnen den Bodenaufbau deshalb kontrolliert bis auf den tragenden Estrich und nehmen jede klebehaltige Lage mit ab. Erst danach ist der Untergrund wieder belegreif für einen neuen Boden. Welche Schichten asbesthaltig sind, klären wir vorab über eine Materialprobe, statt nach Augenschein zu entscheiden.
Viele dieser Arbeiten finden in bewohnten Wohnungen statt, etwa wenn in einem Mehrfamilienhaus in Osterfeld oder Klosterhardt einzelne Einheiten modernisiert werden, während die Nachbarn im Haus bleiben. Für die Entfernung des asbesthaltigen Bitumenklebers richten wir den betroffenen Raum als Schwarzbereich ein: Wir schotten ihn staubdicht gegen Flur und Nachbarwohnungen ab, halten ihn über Unterdruckgeräte mit HEPA-Filterung unter Unterdruck und führen Personal und Material ausschließlich über eine Schwarz-Weiß-Schleuse. Der Kleber wird im emissionsarmen Verfahren BT 13 abgenommen, also ohne trockenes Schleifen, Stemmen oder Fräsen, das die Fasern aufwirbeln würde. So bleibt die Belastung auf den abgeschotteten Bereich begrenzt, und das übrige Haus ist während der Sanierung weiter nutzbar. Nach der Feinreinigung belegt die Freimessung der Raumluft nach VDI 3492, dass der Raum wieder gefahrlos betreten und neu belegt werden kann.
Besonders in den historischen Arbeitersiedlungen Oberhausens - der Kolonie Eisenheim, der Knappensiedlung im Knappenviertel oder der Kolonie Vondern in Osterfeld - sind die Bodenaufbauten über Jahrzehnte mehrfach erneuert worden, sodass in den kleinteiligen Reihenhäusern alte Schwarzkleberschichten unter neueren Belägen verborgen liegen. In diesen oft schmalen Räumen mit niedrigen Decken planen wir den Schwarzbereich passgenau für wenige Quadratmeter, ohne unnötigen Aufwand. Reicht die Sanierung über Arbeiten geringen Umfangs hinaus, zeigen wir sie vor Beginn objektbezogen bei der für Oberhausen zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf an und erstellen den erforderlichen Arbeits- und Sicherheitsplan. Den abgenommenen Bitumenkleber verpacken wir staubdicht und entsorgen ihn als gefährlichen Abfall mit lückenlosem Nachweis. Die fachgerechte Dokumentation aus Probe, Anzeige, Sanierung und Freimessung ist gerade bei Verkauf, Vermietung oder Modernisierung im Oberhausener Bestand ein belastbarer Nachweis für Eigentümer und Hausverwaltungen.
Häufige Fragen: Bitumenkleber entfernen in Oberhausen
Warum liegt unter alten Oberhausener Böden so oft mehr als eine Bitumenkleber-Schicht?
In den Geschosswohnungen der Wiederaufbau- und Wirtschaftswunderjahre, etwa in Lirich, Styrum oder Dümpten, wurden Bodenbeläge über die Jahrzehnte mehrfach erneuert. Häufig wurde ein neuer Belag direkt auf den alten verklebt, statt den Untergrund freizulegen. Dadurch liegen eine ältere Floor-Flex- oder Cushion-Vinyl-Lage, ein neuerer Belag und dazwischen der schwarze Bitumenkleber übereinander - oft alle asbestverdächtig. Wir nehmen daher den gesamten Aufbau bis zum Estrich ab, nicht nur die oberste Schicht.
Können Sie den Bitumenkleber in einer bewohnten Oberhausener Wohnung entfernen?
Ja. Gerade in den Mehrfamilienhäusern in Osterfeld, Klosterhardt oder Alt-Oberhausen ist das der Regelfall. Wir richten den betroffenen Raum als abgeschotteten Schwarzbereich mit Unterdruckhaltung und Schwarz-Weiß-Schleuse ein, sodass keine Fasern in Flur oder Nachbarwohnungen gelangen. Der Kleber wird im emissionsarmen Verfahren ohne trockenes Schleifen oder Stemmen abgenommen. Nach der Freimessung nach VDI 3492 ist der Raum wieder nutzbar und belegreif.
Bei welcher Behörde wird die Bitumenkleber-Sanierung in Oberhausen angezeigt?
Geht die Entfernung des asbesthaltigen Bitumenklebers über Arbeiten geringen Umfangs hinaus, wird sie vor Beginn objektbezogen bei der für Oberhausen zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf angezeigt. Wir prüfen den Einzelfall nach TRGS 519, übernehmen die Anzeige und erstellen den Arbeits- und Sicherheitsplan. Grundlage ist immer die vorherige Materialprobe mit Laborbefund, der den Asbestgehalt des Schwarzklebers bestätigt oder ausschließt.