Wo in Oberhausen asbesthaltige Fassadenplatten sitzen, lässt sich gut an der Baugeschichte ablesen. Im stark zerstörten Alt-Oberhausen entstanden nach dem Krieg im schnellen Wiederaufbau viele Wohnhäuser, die später mit witterungsfesten Platten verkleidet wurden – häufig genau die grau oder farbig beschichteten Asbestzementplatten, die bis 1993 als Standard galten. Auch die Geschosswohnungsbauten der 1950er- und 1960er-Jahre in Lirich, Styrum, Alstaden und Dümpten tragen an Giebeln und Wetterseiten oft solche vorgehängten Fassaden. Von außen wirken sie unscheinbar und sind kaum von asbestfreien Nachfolgeplatten zu unterscheiden. Erst eine fachliche Begutachtung, im Zweifel mit Probenahme, schafft Klarheit. Wir verschaffen Ihnen vor jedem Ausbau diese Gewissheit, statt auf gut Glück zu demontieren.
Die Arbeitersiedlungen Oberhausens stellen besondere Anforderungen. An der Kolonie Eisenheim – einer der ältesten Siedlungen des Ruhrgebiets – sowie in der Knappensiedlung im Knappenviertel und der Kolonie Vondern in Osterfeld wurden über die Jahrzehnte Fassaden, Giebel und Nebengebäude nachträglich verkleidet oder ausgebessert. Wo solche Bestände unter Denkmal- oder Ensembleschutz stehen, planen wir den Ausbau so, dass die schützenswerte Substanz und das Erscheinungsbild gewahrt bleiben. Wir lösen die Platten samt Befestigung möglichst zerstörungsfrei, statt sie zu brechen oder zu flexen, und binden den Staub durch Anfeuchten. So bleiben Faserfreisetzung und Belastung für Bewohner und Nachbarschaft minimal. Bei denkmalgeschützten Lagen stimmen wir das Vorgehen vorab mit den Beteiligten ab.
Neben dem Wohnbestand prägt Oberhausen ein erheblicher Gewerbe- und Industriebestand. Im Sterkrader Gewerbegebiet sowie auf den ehemaligen Zechen- und Hüttenflächen rund um die Neue Mitte stehen Hallen und Betriebsgebäude, deren Fassadenplatten und Verkleidungen aus der Hochzeit des Asbestzements stammen. Gerade bei Umnutzung oder Abbruch dieser Flächen müssen asbesthaltige Platten vorab geordnet und emissionsarm ausgebaut werden. Wir richten Gerüst und Absperrung ein, sammeln die ausgebauten Platten sofort in dichten Big Bags und kennzeichnen sie als gefährlichen Abfall (AVV 17 06 05*). Die Entsorgung erfolgt über eine zugelassene Deponie mit ordnungsgemäßem Entsorgungsnachweis. Die vorgeschriebene Anzeige nach TRGS 519 reichen wir rechtzeitig vor Arbeitsbeginn bei der Bezirksregierung Düsseldorf ein, sodass Sie als Eigentümer rechtssicher dastehen.
Häufige Fragen: Fassadenplatten ausbauen in Oberhausen
Woran erkenne ich, ob die Fassadenplatten an meinem Oberhausener Haus Asbest enthalten?
Asbestzement-Fassadenplatten wurden bis 1993 millionenfach verbaut, deshalb ist bei verkleideten Giebeln und Fassaden aus dieser Zeit – etwa an den Wiederaufbau- und Wirtschaftswunderbauten in Alt-Oberhausen, Lirich oder Styrum – Vorsicht geboten. Optisch lassen sich asbesthaltige Platten kaum von asbestfreien Nachfolgern unterscheiden, sie wirken meist unscheinbar grau oder farbig beschichtet. Sichere Auskunft gibt nur eine Materialprobe durch ein Labor. Wir begutachten den Bestand vor Ort und veranlassen im Zweifel die Probenahme, bevor irgendetwas demontiert wird.
Muss der Plattenausbau in Oberhausen behördlich angezeigt werden?
Ja. Die Demontage asbesthaltiger Fassadenplatten ist eine anzeigepflichtige Asbestsanierung nach TRGS 519, ergänzt durch GefStoffV und Asbest-Richtlinie. Für Oberhausen ist die Bezirksregierung Düsseldorf die zuständige Arbeitsschutzbehörde, bei der die Anzeige vor Beginn der Arbeiten eingehen muss. Diese Anzeige übernehmen wir für Sie und sorgen dafür, dass alle Fristen eingehalten werden. Eigenmächtiges Abnehmen ohne Anzeige und Schutzmaßnahmen ist nicht zulässig und gefährdet Ihre Gesundheit.
Kommt Asbesta aus Marl überhaupt nach Oberhausen zum Fassadenausbau?
Ja, Oberhausen liegt für uns gut erreichbar im Einzugsgebiet. Von unserem Firmensitz am Venusweg in Marl sind es rund 37 Kilometer beziehungsweise etwa 30 Minuten über die A52/A2 bzw. A42. Wir sind überregional in NRW tätig und betreuen alle drei Bezirke – Alt-Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld – vom verkleideten Reihenhausgiebel bis zur Gewerbehalle. Vereinbaren Sie einen Termin, dann sehen wir uns die Fassade vor Ort an und planen den weiteren Ablauf.