Bottrop ist von Bergbau und Schwerindustrie geprägt - das Bergwerk Prosper-Haniel war bis 2018 eine der letzten aktiven Steinkohlezechen Deutschlands. In den zugehörigen Werks- und Verwaltungsgebäuden sowie in den charakteristischen Zechensiedlungen wie Welheim oder Eigen wurden bis in die 1980er Jahre asbesthaltige Materialien verbaut. Typisch sind hier asbestzementhaltige Dach- und Fassadenplatten (Welleternit), Lüftungskanäle und Brandschutzverkleidungen. Bei der Asbestsanierung solcher Bestände richten wir den Schwarzbereich so ein, dass der laufende Betrieb angrenzender Bereiche möglichst wenig beeinträchtigt wird, und sichern jeden Demontageschritt über Unterdruckhaltung mit kontrollierter Luftführung ab.
Im Bottroper Wohnbau - etwa in der Innenstadt, in Boy oder Batenbrock - finden sich in Gebäuden der Nachkriegs- und Wiederaufbaujahre regelmäßig schwach gebundener Asbest in Nachtspeicheröfen, Bodenbelägen mit Asbestkleber (Flex-Platten und Cleaver-Brooks-artige Beläge) sowie in Spachtelmassen und Fliesenklebern. Gerade vor Modernisierungen, Heizungstausch oder Dämmmaßnahmen ist eine vorgezogene Asbestsanierung nach TRGS 519 notwendig, damit Fasern nicht über Bohr-, Stemm- oder Abbrucharbeiten freigesetzt werden. Wir arbeiten mit Schwarz-Weiß-Schleuse, Personen- und Materialschleuse sowie Faserfreimessung vor der Freigabe.
Der Ortsteil Kirchhellen ist deutlich ländlicher geprägt, mit Hofstellen, Scheunen und Nebengebäuden. Dort dominieren großflächige Asbestzement-Dächer und -Wellplatten auf Stallungen, Garagen und landwirtschaftlichen Hallen. Diese fest gebundenen Asbestprodukte erfordern eine emissionsarme Demontage ohne Zerstörung der Platten, fachgerechte Verpackung in zugelassenen Big Bags oder Folien sowie die ordnungsgemäße Entsorgung als gefährlicher Abfall. Für Bottrop koordinieren wir Anzeige bei der zuständigen Behörde, Sanierungsablauf und Entsorgungsnachweise aus einer Hand - der Firmensitz bleibt im benachbarten Marl, die Anfahrt nach Bottrop ist entsprechend kurz.
Häufige Fragen: Asbestsanierung in Bottrop
Wo kommt in Bottrop typischerweise Asbest vor?
Vor allem in Gebäuden vor 1993: in den Zechensiedlungen rund um Prosper-Haniel (Welleternit-Dächer, Fassadenplatten, Brandschutz), im innerstädtischen Wohnbau (Nachtspeicheröfen, Bodenkleber, Spachtelmassen) sowie auf landwirtschaftlichen Bauten in Kirchhellen (Asbestzement-Dächer und Wellplatten).
Muss ich die Asbestsanierung in Bottrop behördlich anzeigen?
Ja. Arbeiten an asbesthaltigen Materialien sind nach TRGS 519 vor Beginn anzeigepflichtig. Wir übernehmen als zugelassener Fachbetrieb die Anzeige, richten Schwarz-Weiß-Schleuse und Unterdruckhaltung ein und stellen die Entsorgungsnachweise für Ihr Objekt in Bottrop bereit.
Können große Asbestzement-Dächer auf Höfen in Kirchhellen saniert werden?
Ja. Fest gebundene Asbestzementplatten auf Stallungen, Scheunen und Hallen demontieren wir emissionsarm und ohne Zerstörung der Platten, verpacken sie staubdicht und entsorgen sie als gefährlichen Abfall über zugelassene Annahmestellen - inklusive Nachweisdokumentation.