Dortmund ist die größte Stadt Westfalens, und das prägt die Asbestsanierung vor allem im großen Nachkriegs-Geschosswohnbau. In der Innenstadt sowie in den nördlichen Stadtteilen Eving, Scharnhorst und in der Nordstadt steht ein ausgedehnter Bestand an mehrgeschossigen Wohnzeilen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren, in dem asbesthaltige Floor-Flex-Platten mit schwarzem Bitumenkleber, Fensterbänke, Fliesen- und Spachtelmassen weit verbreitet sind. Hier sanieren wir meist wohnungsweise im laufenden Betrieb: Der betroffene Bereich wird als abgeschotteter Schwarzbereich mit Schwarz-Weiß-Schleuse eingerichtet und über Unterdruckgeräte mit HEPA-Filterung dauerhaft unter Unterdruck gehalten, damit keine Fasern ins Treppenhaus oder in Nachbarwohnungen gelangen. Personal- und Materialwege trennen wir konsequent, gerade in beengten Treppenhäusern. Erst nach Feinreinigung und bestandener Freimessung nach VDI 3492 geben wir die Einheit zur Wiedernutzung frei.
Ein Dortmunder Sonderthema ist das Schwerindustrie- und Bergbauerbe der Stadt. Wo ehemalige Zechen- und Stahlstandorte umgenutzt oder zurückgebaut werden - vom Umfeld der Zeche Zollern in Bövinghausen über die Kokerei Hansa in Huckarde bis zu den Phoenix-Flächen in Hörde rund um den Phoenix-See - fällt Asbest oft in technisch anspruchsvollen Mengen an: in Brandschutzbeschichtungen auf Stahlträgern, in Rohr- und Anlagenisolierungen sowie als großflächige Welleternit-Eindeckung von Hallen und Nebengebäuden. Solche Objekte sanieren wir abschnittsweise im Schwarzbereich, mit detailliertem Arbeits- und Sicherheitsplan und objektbezogener Anzeige bei der Bezirksregierung Arnsberg, bevor ein Abbruch beginnen kann. Schwach gebundener Spritzasbest wird dabei grundsätzlich vollständig eingehaust unter Unterdruck entfernt. Auch die ausgedehnten Zechensiedlungen im Stadtgebiet gehören zu diesem industriellen Erbe und bringen häufig asbesthaltige Garagen- und Schuppendächer mit.
In den ruhigeren, kleinteiligeren Lagen Dortmunds geht es dagegen oft um klar abgrenzbare Bauteile. In Aplerbeck, Hombruch, Brackel, Lütgendortmund, Mengede, Marten oder Dorstfeld stehen Reihen-, Doppel- und freistehende Häuser, bei denen ein einzelnes Welleternit-Garagendach, Asbestzement-Fassadenplatten an einer nachträglich verkleideten Giebelseite oder Fensterbänke betroffen sind - hier reicht häufig eine Sanierung mit emissionsarmen Verfahren und örtlich begrenzten Schutzmaßnahmen, ohne dass das ganze Gebäude eingehaust werden muss. In den gründerzeitlich geprägten Quartieren wie dem Kreuzviertel und dem Saarlandstraßenviertel war der Originalbau asbestfrei; die typischen Funde stammen aus Modernisierungen vor 1993, etwa Bodenkleber, Fliesenkleber oder Spachtelmassen. Welches TRGS-519-Verfahren angemessen und wirtschaftlich ist, entscheiden wir immer nach Materialanalyse und dem Faserfreisetzungspotenzial Ihres Dortmunder Objekts - denn sicher erkennen lässt sich Asbest nur im Labor.
Häufige Fragen: Asbestsanierung in Dortmund
Bei welcher Behörde wird eine Asbestsanierung in Dortmund angezeigt?
Dortmund ist kreisfrei und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg. Anzeigepflichtige Asbestsanierungen nach TRGS 519 werden hier deshalb bei der Bezirksregierung Arnsberg angezeigt - nicht bei der Bezirksregierung Münster. Die objektbezogene Anzeige muss vor Arbeitsbeginn erfolgen; wir übernehmen sie vollständig für Sie und reichen die erforderlichen Unterlagen samt Arbeits- und Sicherheitsplan rechtzeitig ein.
Können Sie in einem bewohnten Dortmunder Mehrfamilienhaus sanieren, ohne dass alle Mieter ausziehen müssen?
In der Regel ja. Gerade im Geschosswohnbau der Innenstadt sowie in Eving oder Scharnhorst sanieren wir oft nur einzelne Wohnungen, während das übrige Haus bewohnt bleibt. Wir richten den betroffenen Bereich als abgeschotteten Schwarzbereich mit Schwarz-Weiß-Schleuse und Unterdruckhaltung ein, sodass keine Fasern ins Treppenhaus oder in Nachbarwohnungen gelangen. Nach der Feinreinigung wird die Einheit erst nach bestandener Freimessung nach VDI 3492 wieder freigegeben.
Wie schnell sind Sie von Marl aus in Dortmund vor Ort?
Unser Firmensitz ist in Marl, von dort sind wir über A2 und A45 in rund 30 bis 35 Minuten (etwa 30 km) in Dortmund. Wir sind überregional im Ruhrgebiet und in ganz NRW tätig und betreuen Objekte in allen Stadtteilen, von der Innenstadt über Hörde, Aplerbeck und Hombruch bis Mengede, Brackel und Huckarde. Für eine erste Einschätzung kommen wir zur Besichtigung vorbei oder klären den Bestand vorab anhand von Fotos und Materialproben.