In Dortmund verteilt sich die KMF-Belastung deutlich nach Bautyp und Stadtteil. Im riesigen Nachkriegs-Geschosswohnbau der Innenstadt und im Norden - rund um die Nordstadt, Eving und Scharnhorst - steckt alte Glas- und Steinwolle vor allem in nachträglich gedämmten Dachschrägen, obersten Geschossdecken, abgehängten Zwischendecken und in den Installations- und Versorgungsschächten der Mehrfamilienhäuser. Diese alten, noch nicht freizeichnungsfähigen Mineralfasern werden oft erst freigelegt, wenn ein Dachgeschoss ausgebaut, eine Wohnung kernsaniert oder die Heizungs- und Steigleitungen erneuert werden. Wir schotten den Arbeitsbereich dann staubdicht ab, saugen die KMF mit H-Klasse-Entstaubern ab und verpacken sie staubdicht, statt sie unkontrolliert herauszureißen. So bleibt die Faserfreisetzung in den oft bewohnten Geschossbauten gering, und angrenzende Wohnungen sowie Treppenhäuser bleiben nutzbar.
Anders liegt der Fall in den Gründerzeitquartieren wie dem Kreuzviertel und dem Saarlandstraßenviertel sowie in den Ein- und Zweifamilienhäusern der südlichen Stadtteile Hörde, Aplerbeck und Hombruch. Hier wurde alte Glaswolle meist nachträglich eingebaut: in zu Wohnraum ausgebauten Spitzböden und Dachgeschossen, hinter Trockenbauverkleidungen und in Zwischensparrendämmungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Vor einem Neuausbau oder einer energetischen Modernisierung muss diese alte Mineralwolle raus. Wir beurteilen zuerst anhand von Einbaujahr und Beschaffenheit, ob krebsverdächtige Altfasern vorliegen, und grenzen sie bei Bedarf per Laborprobe von unbedenklicher, RAL-gekennzeichneter Wolle ab. So lassen Sie nur das sanieren, was wirklich saniert werden muss, und der anschließende Dachausbau startet auf faserfreiem Untergrund.
Dortmunds Schwerindustrie- und Bergbauerbe prägt eine zweite, sehr typische KMF-Lage: technische Dämmung in Werks-, Lager- und Hallenbauten. Auf den umgenutzten Flächen ehemaliger Zechen und Stahlwerke - etwa rund um Phoenix in Hörde, die Zeche Hansa in Huckarde oder Zollern in Bövinghausen - finden sich Mineralwolle in Sandwich- und Trapezblechdächern, in der Rohr- und Anlagendämmung sowie in haustechnischen Schächten und Brandschutzverkleidungen. Bei Umnutzung, Sanierung oder Rückbau solcher Hallen und Verwaltungsgebäude bauen wir die alte KMF geordnet mit Abschottung und Unterdruckhaltung aus und führen sie der sortenreinen Entsorgung über zugelassene Wege zu. Wichtig: Dortmund ist kreisfrei und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg - eine etwaige Asbest-Anzeige nach TRGS 519 läuft hier über die Bezirksregierung Arnsberg, nicht über Münster. Stoßen wir bei der KMF-Sanierung zusätzlich auf Asbest, etwa in alten Spachtelmassen oder Dichtungen, übernehmen wir auch diese Anzeige und Abwicklung für Ihr Dortmunder Objekt.
Häufige Fragen: KMF-Sanierung in Dortmund
Woran erkenne ich, ob die Dämmung in meinem Dortmunder Haus sanierungspflichtige KMF ist?
Maßgeblich ist das Einbaujahr: Glas- und Steinwolle, die vor 1996 in Dortmunder Dachgeschossen, Zwischendecken oder Schächten verbaut wurde, gilt in der Regel als alte, krebsverdächtige Mineralfaser. Jüngere Dämmstoffe tragen meist das RAL-Gütezeichen oder einen Freizeichnungsnachweis. Im Zweifel beurteilen wir das Material vor Ort und klären über eine Laborprobe den Faserstatus, bevor gearbeitet wird - so sanieren Sie nur das wirklich belastete Material.
Müssen die Bewohner während der KMF-Sanierung in einem Dortmunder Mehrfamilienhaus ausziehen?
In den meisten Fällen nicht. Gerade im dichten Geschosswohnbau der Nordstadt, in Eving oder Scharnhorst schotten wir den Arbeitsbereich - etwa eine einzelne Wohnung oder einen Installationsschacht - staubdicht ab und arbeiten mit Unterdruck und H-Klasse-Absaugung. So bleiben angrenzende Wohnungen und das Treppenhaus nutzbar. Bei großflächigen Maßnahmen stimmen wir den Ablauf abschnittsweise mit der Hausverwaltung ab.
Brauche ich für eine KMF-Sanierung in Dortmund eine Behördenanzeige bei der Bezirksregierung Arnsberg?
Die KMF-Sanierung selbst läuft nach TRGS 521 und ist nicht in gleicher Weise anzeigepflichtig wie eine Asbestsanierung. Dortmund ist jedoch kreisfrei und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg - falls wir bei den Arbeiten zusätzlich Asbest antreffen, etwa in alten Spachtelmassen oder Dichtungen, ist die Asbest-Anzeige nach TRGS 519 bei der Bezirksregierung Arnsberg (nicht Münster) einzureichen. Diese Anzeige und die gesamte Abwicklung übernehmen wir dann für Ihr Dortmunder Objekt mit.