Bochums Baubestand ist von Schwerindustrie, Bergbau und dem dichten Wiederaufbau nach 1945 geprägt - genau die Zeit, in der Asbestzement als Standardmaterial verbaut wurde. In den Nachkriegs-Geschosswohnbauten der Innenstadt und in Wattenscheid finden wir beim Asbestzement-Ausbau regelmäßig vorgehängte Faserzement-Brüstungsplatten an Loggien, Blumenkästen, die fest in die Balkonbrüstung eingebunden sind, sowie außenliegende Fensterbänke aus dem gleichen Material. Solche Bauteile lassen sich nicht einfach absägen oder heraushebeln, ohne Fasern freizusetzen. Wir lösen die Verankerungen kontrolliert, behandeln offene Kanten mit Restfaserbindemittel und bauen das Element möglichst im Ganzen aus, bevor es staubdicht verpackt wird. Weil diese Quartiere dicht bewohnt sind, grenzen wir den Arbeitsbereich konsequent ab, damit die Nachbarbebauung unbelastet bleibt.
Aus Bochums Industrie- und Bergbaugeschichte rund um den Bochumer Verein, die Zeche Hannover in Hordel und die Werks- und Hallenbauten haben sich große Mengen Asbestzement in Gewerbe- und Nebengebäuden erhalten. Auf Garagen, Carports, Schuppen und kleineren Gewerbehallen in Hordel, Hamme, Linden oder Dahlhausen treffen wir auf graue Welleternit-Dächer und -Verkleidungen, oft witterungsbedingt vorgeschädigt, dazu Faserzement-Regenfall- und Abluftrohre. An den denkmalgeschützten Zechen- und Arbeitersiedlungen wie der Dahlhauser Heide in Hordel ist beim Ausbau besondere Sorgfalt gefragt: Asbestzement steckt hier meist nicht in der historischen Substanz selbst, sondern in späteren Ergänzungen wie nachgerüsteten Wellplatten-Dächern, Anbauten und Nebengebäuden. Wir erfassen vorab Plattenformat, Befestigung und Zustand, lösen die Platten möglichst ganzflächig und vermeiden jedes Brechen, Schleifen oder Reinigen mit dem Hochdruckreiniger.
Ein Schwerpunkt, der Bochum von kleineren Ruhrgebietsstädten abhebt, sind die großen Hochschul- und Zweckbauten der 1960er- und 1970er-Jahre rund um die Ruhr-Universität in Querenburg sowie in Verwaltungs- und Schulgebäuden der Innenstadt. Dort steckt Asbestzement weniger sichtbar in der technischen Gebäudeausrüstung: in Lüftungskanälen, Schachtverkleidungen, Brandschutzplatten und Faserzement-Fallrohren in Versorgungsschächten. Diese Bauteile verlaufen häufig verdeckt und werden erst bei Strangsanierung, Umnutzung oder Rückbau freigelegt - hier ist die vorgezogene Materialklärung per Probe entscheidend, damit beim Trennen und Demontieren keine Fasern in die laufende Nutzung gelangen. Bei Bedarf arbeiten wir mit abgeschotteten Bereichen, Schwarz-Weiß-Schleuse und Unterdruckhaltung und schließen mit Freimessung ab. Den gesamten Ablauf - Begehung, Anzeige bei der Bezirksregierung Arnsberg, emissionsarmer Ausbau und nachweisbare Entsorgung - wickeln wir von Marl aus rechtssicher dokumentiert ab.
Häufige Fragen: Asbestzement ausbauen in Bochum
An unserer Wohnanlage in der Bochumer Innenstadt sind Blumenkästen und Brüstungsplatten aus Faserzement - bauen Sie die aus?
Ja. Asbestzement-Blumenkästen und vorgehängte Brüstungsplatten sind an den Nachkriegs-Geschosswohnbauten in der Bochumer Innenstadt und in Wattenscheid weit verbreitet. Wir lösen die Verankerungen kontrolliert, behandeln offene Kanten mit Restfaserbindemittel und bauen die Bauteile möglichst zerstörungsfrei aus, statt sie zu brechen. Anschließend werden sie staubdicht verpackt und mit Entsorgungsnachweis als gefährlicher, asbesthaltiger Abfall entsorgt. Da die Quartiere dicht bewohnt sind, grenzen wir den Arbeitsbereich vorher sauber ab.
Müssen Sie den Asbestzement-Ausbau in Bochum bei einer Behörde anzeigen - und bei welcher?
Ja, Arbeiten an Asbestzement sind nach TRGS 519 anzeigepflichtig. Bochum ist kreisfrei und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg, daher zeigen wir die Tätigkeit fristgerecht bei der Bezirksregierung Arnsberg an - nicht bei der Bezirksregierung Münster. Diese Anzeige sowie die vollständige Dokumentation des Ausbaus übernehmen wir für Ihr Bochumer Objekt komplett.
Wir haben ein altes Wellplatten-Dach an einer Garage in Langendreer - lohnt sich auch ein kleiner Ausbau?
Ja, auch einzelne Bauteile wie ein Welleternit-Garagendach, Faserzement-Rohre oder Fensterbänke in Langendreer, Werne oder Weitmar bauen wir fachgerecht aus. Gerade bei kleinen, fest verbauten Teilen ist der emissionsarme Ausbau wichtig, weil Bohren, Sägen oder Heraushebeln durch Laien Fasern freisetzt. Wir lösen die Platten möglichst ganzflächig, verpacken sie staubdicht und entsorgen sie mit Nachweis. Von unserem Sitz in Marl sind wir über die A43 in rund 30 Minuten bei Ihnen - rufen Sie uns unter +49 2365 2960630 an.